Mit einem Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche wollen die Stadt Potsdam und die diakonische Einrichtung Oberlinhaus am Donnerstag an die Opfer der Gewalttat in einem Behinderten-Wohnheim erinnern. Zu dem Gottesdienst am Donnerstagabend (18.00 Uhr) seien neben Angehörigen der Opfer und Bewohnern des Heims auch Potsdamer Bürger nach vorheriger Anmeldung eingeladen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Um 19.00 Uhr sollen zum Gedenken an die Opfer die Glocken aller Potsdamer Kirchen läuten.

Ministerpräsident Woidke wirkt beim Gedenken mit

„Angesichts der traurigen und unfassbaren Ereignisse vom 28. April und der tiefen Verwurzelung des Oberlinhaus in unserer Stadt wollen wir den Potsdamerinnen und Potsdamern die Gelegenheit geben, gemeinsam zu trauern“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). „Wir können nur unsere Ohnmacht ausdrücken. Gemeinsames Schweigen kann trösten“, erklärte Matthias Fichtmüller, Theologischer Vorstand des Oberlinhauses.
Neben Schubert und Fichtmüller wollen auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der Bundesbeauftragte für Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, an dem Gedenken mitwirken.
Der Besuch in der Kirche ist auf 140 Plätze begrenzt. Die Anmeldung zum Gedenkgottesdienst ist über die Webseiten www.potsdam.de und www.oberlinhaus.de möglich. Vor der Nikolaikirche besteht die Möglichkeit sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Der Gottesdienst wird auch per Livestream übertragen.
In dem Behinderten-Wohnheim des Oberlinhauses waren am Mittwoch vergangener Woche vier Bewohner getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Als Tatverdächtige wurde eine 51-jährige Pflegekraft festgenommen.