„Der Trend der Vor-Corona-Jahre zu immer mehr Fahrprüfungen setzt sich fort“, sagte Joachim Bühler, Geschäftsführer des Tüv-Verbands, am Mittwoch. Nach Erhebungen des Verbandes gab es in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres wieder so viele Prüfungen wie in den ersten drei Quartalen 2019. In den vergangenen beiden Jahren waren die Zahlen pandemiebedingt gesunken.
Nach Angaben des Tüv-Verbands wurden im vergangenen Jahr 43 Prozent der praktischen Prüfungen für den normalen Autoführerschein nicht bestanden. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch 2014. Bei den Theorieprüfungen ging es im selben Zeitraum um 5 Prozentpunkte nach oben - von 32 auf 37 Prozent. Der Tüv-Verband bezieht sich dabei auf Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Eisenhüttenstadt

Der Geschäftsführer des Tüv-Verbands, Joachim Bühler, sieht in dem Trend eine gesellschaftliche Entwicklung, bei der die Verkehrserziehung in den Hintergrund rücke. Für ihn sei wichtig, auch in Schulen und Kampagnen mehr über Verkehrssicherheit aufzuklären.