Der Nabu-Landesvorsitzende Friedhelm Schmitz-Jersch sagte, dass es Gemeinsamkeiten mit den Initiatoren des Volksbegehrens gebe. So lehnen auch BUND und Nabu die Errichtung von Windrädern in Wäldern ab. Beide Verbände fordern auch verbindliche Mindestabstände von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern. Dieser sollte 1000 Meter betragen und durch Einzelfallprüfungen gegebenenfalls größer ausfallen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
Die Forderung des Volksbegehrens, dass der Abstand mindestens das Zehnfache des Windrades betragen muss, wird von den beiden Verbänden abgelehnt. "Das ist überzogen. Dann könnten kaum noch neue Windräder errichtet werden", sagte Carsten Preuß, Vorstandmitglied des BUND. Stattdessen sollten die Mindestabstände für den Vogelschutz ausgeweitet werden und vor allem die Gefährdung für Fledermäuse durch Rotorblätter stärker bei der Ausweisung von sogenannten Windeignungsgebieten berücksichtigt werden.
Schmitz-Jersch betonte, dass auch erneuerbare Energien Nebenwirkungen haben. Trotzdem sei die Nutzung der Windenergie wichtig. Allerdings müsse sie mit dem Ausstieg aus der Braunkohle in den kommenden 15 bis 25 Jahren verbunden werden. Er warf dem Volksbegehren vor, dazu keine Stellung zu beziehen.
Das Volksbegehren unter dem Titel "Rettet Brandenburg" gegen Windräder in den Wäldern und für größere Mindestabstände läuft noch bis 6. Juli. Bis zur Halbzeit der sechsmonatigen Frist waren Anfang April rund 23 000 Unterschriften gesammelt worden - 80 000 sind für einen Erfolg notwendig.