Den Auftakt bilden die Landeshauptstadt Potsdam und die Städte Hennigsdorf und Kremmen, wie Verdi am Mittwoch ankündigte. Bürgerdienstleistungen werden nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Gestreikt werden soll unter anderem in Stadtverwaltungen, Bürgerservice-Einrichtungen und Bibliotheken. Eine zentrale Kundgebung soll am Donnerstagvormittag vor dem Rathaus der Landeshauptstadt Potsdam stattfinden.
Auch Beschäftigte der Stadtverwaltungen Hennigsdorf und Kremmen werden demnach am Donnerstag ganztägig in den Ausstand treten und an der Kundgebung in Potsdam teilnehmen. An dem Warnstreik beteiligen sich zudem auch Beschäftigte der Hennigsdorfer Kitas. Die Einrichtungen bleiben am Donnerstag geschlossen, betroffene Eltern sind nach Angaben der Gewerkschaft informiert worden.
Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Angleichung des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert. Die Arbeitgeberseite hat nach Gewerkschaftsangaben auch in der zweiten, bundesweiten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt.
„Es sind die Bürgermeister und Landräte selbst, die auch in Brandenburg 30 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mit der Angleichung der Arbeitsbedingungen in die Gänge kommen“, erklärte Verdi-Landesbezirksleiter Frank Wolf. Sie hätten im Arbeitgeberverband Sitz und Stimme und verhinderten aus Kostengründen „die Einheit im Portemonnaie und bei der Arbeitszeit“.