Damit setzt sich die Uni über die Empfehlung einer vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Expertenkommission hinweg, die dazu geraten hatte, auf das Institut zu verzichten. Dieses habe wenig Bezug zu den Schwerpunkten der Hochschule, und die meisten dort Lehrenden keine Kenntnisse in naturwissenschaftlicher Medizin, hieß es zur Begründung.
Das Institut, das ausschließlich aus privaten Quellen finanziert wird - unter anderem von Herstellern homöopathischer Mittel - bietet ein kostenpflichtiges Weiterbildungsstudium für Ärzte, Apotheker und Psychotherapeuten an. Derzeit wird es von 35 Studierenden belegt.
Die Kulturwissenschaftliche Fakultät habe nach eingehender Begutachtung des Lehrplans sowie der bisherigen Veröffentlichungen und Abschlussarbeiten bereits im Dezember beschlossen, den Studiengang fortzuführen, teilte die Uni mit. An den Leiter des Instituts, Harald Walach, erging aber der Auftrag, innerhalb von zwei Jahren eine medizinische Fakultät als zweiten Träger des Instituts zu finden. Walach sagte dazu, dass er derzeit mehrere Hochschulen dafür im Auge habe. Auch eine Reihe öffentlicher Vorträge, die bisher immer gut besucht war, soll ab Anfang Mai fortgesetzt werden. (Mit Adleraugen)