Mit "Polski Express" gäbe es auch schon einen Namen für diesen Vorschlag. Und ganz so abwegig ist er auch nicht. Denn bereits seit drei Jahren fahren fünf Fahrzeuge im Rahmen eines adäquaten Projekts mit der "Deutsch-Wagen-Tour" durch Polen und werben dort für die deutsche Sprache und Kultur. Ähnliches läuft auch mit Frankreich: Ein "France-Mobil" wirbt insbesondere in der westlichen Grenzregion für Französisch.
Doch es gibt ein Problem: Während die deutschen Sprachautos vom Goethe-Institut und die französischen vom "Institute Francais" finanziert werden, gibt es von Polen bisher keine Unterstützung. Dabei lernen in ganz Polen schon rund zwei Millionen Schüler Deutsch, umgekehrt aber nur 5000 Deutsche (davon immerhin 1800 Brandenburger) Polnisch.
Am Mittwoch warb Kujawa im Europa-Ausschuss des Landtags für Unterstützung. Dessen Vorsitzende Barbara Richstein (CDU) sprach von einer "guten Sache", für die man aber auch andere Bundesländer und Polen mit ins Boot holen müsste. "Wir sollten mit der künftigen Bundesregierung darüber reden", sagte sie.