Brandenburg war im aktuellen Winter das Bundesland, in dem es am zweitwenigsten Niederschlag gab. Das geht aus der vorläufigen Bilanz für die Monate Dezember, Januar und Februar des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Mit rund 105 Litern pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge deutlich unter dem vieljährigen Mittel von 123 Litern je Quadratmeter. Dieser aus der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 berechnete Vergleichswert ermöglicht laut DWD eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels. Nur in Berlin gab es mit 95 Litern je Quadratmeter noch weniger Niederschlag.

26 Stunden mehr Sonne in Brandenburg

Bei Sonnenstunden und der Durchschnittstemperatur lag Brandenburg in diesem Winter über den Soll-Werten. Rund 175 Stunden schien die Sonne - 26 Stunden mehr als der Sollwert. Mit einem Temperaturdurchschnitt von 1,3 Grad und damit 1,2 Grad über dem Wert der Referenzperiode war es deutlich zu warm. Die niedrigste Wintertemperatur wurde am 15. Februar 2021 mit -20,2 Grad in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) und Lübben-Blumenfelde (Dahme-Spreewald) gemessen.
Bereits zum zehnten Mal in Folge verzeichneten die Meteorologen auch bundesweit einen zu warmen Winter. Demnach lag der Temperaturdurchschnitt bei 1,8 Grad und damit um 1,6 Grad über dem Sollwert.