Der Verein "Waldkleeblatt - Natürlich Zauche" aus Beelitz (Potsdam-Mittelmark) und die Initiative "Freier Wald" aus Zossen (Teltow-Fläming) lehnen die Energiewende und das Erneuerbare-Energien-Gesetz ab. Vor allem sprechen sie sich gegen Windräder im Wald sowie für größere Mindestabstände der Mühlen von Wohnhäusern aus.
Zur Begründung für die Anerkennung verweist ein Ministeriumssprecher darauf, dass die Vereine die Anforderungen erfüllen würden. So müssten die Vereine "nach ihrer Satzung ideell und nicht nur vorübergehend vorwiegend die Ziele des Umweltschutzes fördern", wie es im Gesetzestext heißt.
Bei den großen, etablierten Naturschutzvereinen nimmt man die Entscheidung "mit Erstaunen" zur Kenntnis, wie es heißt. Es sei doch sehr widersprüchlich, Vereine anzuerkennen, die sich für ein Festhalten an fossilen Energieträgern wie der Kohle aussprechen. Auch werte es die Bedeutung der großen Verbände ab, "wenn nun jede BI anerkannt wird".
"Waldkleeblatt"-Chef Winfried Ludwig weist die Kritik zurück: "Konkurrenz belebt das Geschäft." Bei wie vielen landesweiten Vorhaben man mitwirken werde, sei noch offen. "Die personellen Kapazitäten sind mit unseren gut 100 Mitgliedern begrenzt." Helga Ehresmann von "Freier Wald" sagt, sie sei "sehr stolz" auf die Anerkennung durch das Ministerium. Wer für erneuerbare Energien eintrete, begehe "Verrat an der Natur".