Berlin und Brandenburg müssen nach Überzeugung der Grünen aus beiden Ländern künftig deutlich enger zusammenarbeiten.
Berlins grüne Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl, Bettina Jarasch, sprach sich auch für eine gemeinsame Wirtschaftsförderung aus. „Es versteht kein ausländischer Investor, warum es bei Messen einen Berliner und einen Brandenburger Stand gibt“, sagte Jarasch am Mittwoch bei einer Veranstaltung mit den grünen Fraktionsspitzen beider Länder in Potsdam.

Gemeinsame Ansiedlungspolitik

Das Ziel sei, insbesondere Unternehmen mit zukunftsfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodellen in der Metropolregion anzusiedeln. „Dafür sollten wir gemeinsam werben und eine strategische Ansiedlungspolitik miteinander, nicht gegeneinander betreiben“, sagte Jarasch.

Gemeinsame Verkehrs- und Wohnungsbaupolitik

Aber auch bei der Verkehrs- und Wohnungsbaupolitik, der Energiewende und dem Klimaschutz werde grenzüberschreitende Zusammenarbeit noch wichtiger, sagte Jarasch. Viele Ziele seien nur gemeinsam erreichbar. „Berlin braucht Brandenburg, und Brandenburg braucht Berlin.“ Jarasch forderte einen Staatsvertrag, in dem die gemeinsamen Klimaschutzziele verbindlich festgehalten werden sollen. „Ganz zentral ist dabei der Ausbau der erneuerbaren Energien.“
Petra Budke, Fraktionsvorsitzende der Brandenburger Landtagsfraktion, sagte, das Ziel sei, die gemeinsame Metropolregion, in der gut sechs Millionen Menschen lebten, nachhaltiger, ökologischer und weltoffener zu machen.