Skalske hatte seine Stasi-Tätigkeit zu Beginn der 90-er Jahre eingeräumt und war in den Öffentlichen Dienst übernommen worden. In einem Prozess wegen Erzwingung von Geständnissen war er 1995 freigesprochen worden, weil Aussage gegen Aussage stand.
Laut rbb-Recherchen könnten nun Beweise vorliegen, die die Version des damaligen Ausreisewilligen erhärten. Woidke beklagte gestern, dass er seit Wochen auf eine Auskunft der Stasi-Unterlagenbehörde zu Skalske warte und noch keine Akten erhalten habe.
Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Andreas Schuster, hat am Donnerstag Innenminister Dietmar Woidke (SPD) scharf kritisiert. Die Suspendierung des Cottbuser Wachenleiters Uwe Skalske bezeichnete der Gewerkschafter als falsch. Das sei ein Eingriff in das Dienstrecht, der sich juristisch kaum durchsetzen lasse. Es sei verständlich, wenn Woidke politischen Schaden von der Polizei abwenden wolle, aber als Innenminister müsse er vor allem das Recht vertreten, sagte Schuster.