Natürlich hält man solch ein (Lotter-)Leben als junger Student oder Studentin eine ganze Weile aus und findet eventuell sogar Gefallen daran. Auf die Dauer ist es freilich kein Zustand, wenn in Potsdam gerade mal neun Prozent aller Studierenden im Wohnheim leben können. Das ist im deutschlandweiten Vergleich wirklich kein Ruhmesblatt. Wenn die Stadt auf Dauer noch mehr Studierende gewinnen will, muss sie auch bezahlbaren Wohnraum für sie schaffen.
Ganz anders sieht es in der "Provinz" aus. In Cottbus ist es kein Problem, die berühmte Studentenbude zu finden. Dort würde man sich freuen, wenn mehr Interessierte kommen würden.
In Frankfurt (Oder) ist es gelungen, durch eine öffentlich-private Partnerschaft einen Investor zu finden, der mit staatlicher Unterstützung relativ preiswerte Studentenwohnplätze schafft. Und der Clou: Bei diesem Vorhaben wird aus einer alten Bauruine im Stadtzentrum eine attraktive Unterkunft. Dieses Modell scheint der Nachahmung wert zu sein.