Es gibt viele Cottbus-Befürworter, die ebenfalls große Hoffnungen und gute Argumente haben. Umso erfreulicher ist es, dass Maria Nooke den Mut hat, die Lähmung auf Landesebene aufzulösen, indem sie eine schlüssige Strategie aufzeigt und aufs Tempo drückt. Brandenburg kann die Entscheidung über die künftige märkische Aufarbeitungs-Landschaft schließlich nicht ewig vor sich herschieben.
Auch das Plädoyer für eine zweite Brandenburger Außenstelle der von Roland Jahn geleiteten Stasi-Unterlagenbehörde ist gut und richtig. Die Cottbuser Zuchthaus-Gedenkstätte wäre dafür der geeignete Ort. Nun ist Verhandlungsgeschick gefragt. Hoffentlich folgen auch die Haushaltspolitiker des Bundestags Nookes Argumentation. Im jetzigen Prozess geht es nämlich zuvorderst um die künftigen Archiv-Standorte, und weniger um die Finanzierung neuer Außenstellen der Jahn-Behörde.