Fakt ist, dass er im Jahr 2007 an einem Pfingstlager der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) teilgenommen hat. Er sagt, er sei dort Gast gewesen. Die HDJ war eine Kaderschmiede für neonazistische Führungspersönlichkeiten und ist seit 2009 verboten. In diesen Lagern ging es um militärischen Drill von Kindern und Jugendlichen. Kalbitz selbst war zu diesem Zeitpunkt 34 Jahre alt. Mit jugendlichem Leichtsinn kann er sich also nicht rechtfertigen. Die Teilnahme war eine bewusste Entscheidung und damit Ausdruck seiner Geisteshaltung.
Auf seinem Aufnahmeantrag soll Kalbitz bei den als unvereinbar geltenden Mitgliedschaften überall ein "Nein" angekreuzt haben, erinnert sich der AfD-Abgeordnete Franz Josef Wiese. Ob Kalbitz also gelogen hat, darüber will heute der AfD-Bundesvorstand entscheiden.  Wenn der Brandenburger Landeschef ungestraft davonkommt, ist das Ausdruck der rechtsextremen Gesinnung der gesamten Parteispitze. Ein Armutszeugnis.
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