Das ist er gewohnt. Die Teichwirte klagten vor geraumer Zeit darüber, dass finanzielle Zuwendungen nicht ausgezahlt werden, die Bauern wiederum klagten darüber, dass sich die Auszahlung der Kulturlandschaftsprämie ewig hinzieht. Nun verpassen die Familienbetriebe Land und Forst Brandenburg einer der jüngsten Förderrichtlinie aus dem Hause Vogelsängers den Namen Glücksspiel, weil sie durch den Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen wildlebender Tier- und Pflanzenarten im Wald Ertragsausfälle von mindestens 120 Millionen Euro haben. Und darauf hofften, mit der Förderrichtlinie den Schaden zumindest etwas abfedern zu können.
Doch diese Hoffnung ist verflogen, weil quasi im Kleingedruckten die Aussichten auf eine tatsächliche Förderung sinken. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht und Geld auch nur dann, wenn der Landeshaushalt es hergibt. Waldeigentümer fühlen sich so eher ausgebremst und veralbert als gefördert.