Im Umgang mit dem Biber hätte der fünf Jahre gültige Kompromiss schon bis zum Spätsommer 2019 neu verhandelt werden müssen. Die alte Landesregierung fand dafür vor der Landtagswahl Anfang September nicht mehr die Kraft oder es fehlte der politische Mut dazu. Also wurde die Verordnung verlängert. Erstaunlicherweise hat der so gut ins Ministeramt gestartete Grünen-Politiker Axel Vogel dem Thema wohl zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nun ist er in einer unkomfortablen Lage: Entweder er schafft es nicht, bis zum Stichtag 31. März eine neue Verordnung vorzulegen oder sie kommt auf den letzten Drücker, und dann ohne dass die Verbände in die Erarbeitung einbezogen worden sind. Letzteres dürfte unweigerlich zu Verstimmungen führen und erschwert die in vielen Regionen des Landes dringend erwartete Neuregelung unnötig.