In Brandenburg sind seit der Wiedervereinigung bis Ende des vergangenen Jahres 14.047 Ausländer eingebürgert worden.
Das teilte das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mit. Die bisher größte Zahl an Einbürgerungen seit dem 3. Oktober 1990 gab es 1998, als die deutsche Staatsangehörigkeit 4807 Mal an Zuwanderer feierlich verliehen wurde.

Zuzug aus Großbritannien, Polen und Ukraine

Im vergangenen Jahr erhielten laut Einwanderungsstatistik 1041 Männer und Frauen in Brandenburg die deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren 240 mehr als im Jahr zuvor. Die meisten neuen Bundesbürger kamen vor allem als Folge des Brexits aus dem Vereinigten Königreich (179), gefolgt von Polen (135) und Ukrainern (97). 2018 hatten Polen mit 123 Einbürgerungen die größte Gruppe gebildet, gefolgt von Vietnamesen mit 80 Einbürgerungen. Erst an dritter Stelle folgten 75 Menschen aus dem Vereinigten Königreich.

Spätaussiedler müssen Nachweise erbringen

In den Zahlen nicht enthalten sind die Aussiedler, die seit 1993 als Spätaussiedler bezeichnet werden. Wie das Landesamt für Soziales und Versorgung auf Anfrage mitteilte, wurden Brandenburg seit 1991 rund 57.700 Männer und Frauen vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion zugewiesen. Den größten Zustrom gab es 1996, als 6435 Spätaussiedler in die Mark kamen. Im vergangenen Jahr waren es 203.
Spätaussiedler erhalten die deutsche Staatsangehörigkeit bereits in ihren Herkunftsländern, wenn sie nachgewiesen haben, dass sie dort zur deutschen Minderheit gehören und deutsche Sprachkenntnisse haben.