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Vertreter ostdeutscher Heimkinder fühlen sich ausgegrenzt

22.02.2012, 17:41 Uhr
Berlin (dpa) Die Vertreter ehemaliger ostdeutscher Heimkinder fühlen sich von der Erarbeitung der Entschädigungsregelungen für sie ausgegrenzt. In einem Offenen Brief an die vom Bundesinnenministerium eingerichtete Arbeitsgruppe Heimerziehung Ost kritisierten sie am Mittwoch, dass sie bisher von dieser Arbeitsgruppe weder eingeladen noch angehört worden seien. "Die seit Anfang Januar 2012 vorliegenden Expertisen wurden uns nicht zur Verfügung gestellt. Auch sind wir aus den Beratungen der AG ausgeschlossen", heißt es in dem Brief. Die Arbeitsgruppe wolle jedoch schon am 26. März einen Abschlussbericht vorlegen.

Der Bundestag hatte im Juli 2011 beschlossen, dass die Entschädigungsregelung für misshandelte Heimkinder aus Westdeutschland auch auf ehemalige Insassen von DDR-Heimen übertragen werden soll. Für westdeutsche Heimkinder wurde ein Fonds in Höhe von 120 Millionen Euro aufgelegt. Ein Betrag für misshandelte ostdeutsche Heimkinder steht noch nicht fest. Darüber soll die Arbeitsgruppe beraten.

Es könne nicht angehen, dass die Betroffenen selbst an diesen Beratungen nicht teilnehmen dürften, sagte die Sprecherin des Arbeitskreises Betroffener der Heimerziehung der DDR, Isabel Simon, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Der Arbeitskreis habe sieben seiner Mitglieder in die Arbeitsgruppe des Bundes delegieren wollen. Das sei abgelehnt worden. Die ehemaligen ostdeutschen Heimkinder forderten dies aber weiterhin..

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kerstin 07.09.2013 - 20:55:44

heimkind

es kann nicht sein was da ab geht erst mal muß ich ein jahr warten bis zu mein termin und denn mit den rentenausgleich es wurde gesagt ich bekomme gleich alles zu geschickt und jetzt warte ich schon 3 wochen darauf ich bin echt sauer und wenn ich eine mail schreibe bekomme ich nicht mal eine antwort das kann nicht so weiter gehen

Lutz Adler 23.02.2012 - 06:56:14

Der ABH - DDR ist selbst undemokratisch!

Die Mitglieder des ABH – DDR (Arbeitsgruppe Heimerziehung -DDR ) wissen offensichtlich nicht was Die JFMK (Jugend – und Familienministerkonferenz) unter dem Sondertagesordnungspunkt TOP 6.4 beschlossen hat. Wörtlich: „Damit auch die Belange dieser ehemaligen Heimkinder angemessen berücksichtigt werden, bedarf es zeitnah einer Prüfung der Übertragbarkeit der Lösungsansätze und Empfehlungen des „ Runden Tisches“. Zitat: „Der Bundestag hatte im Juli 2011 beschlossen, dass die Entschädigungsregelung für misshandelte Heimkinder aus Westdeutschland auch auf ehemalige Insassen von DDR-Heimen übertragen werden soll.“ Zitat Ende. Falsch! Prüfung der Übertragbarkeit !! Nicht mehr aber auch nicht weniger !! Im Osten des Landes gilt der Einigungsvertrag und das SED - Unrechtsbereinigungsgesetz ! Das sollten die Leute die selbst nachweisbar undemokratische Entscheidungen in der ABH –DDR getroffen haben wissen.

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