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Fachhandelsverband Idee + Spiel büßte 2012 etwas Umsatz ein

Spielwarenbranche setzt 2013 auf Altbewährtes mit moderner Technik

Der Geschäftsführer des Spielwarenfachhandelsverbandes idee + spiel, Andreas Schäfer, posiert am Mittwoch  in Nürnberg während einer Jahrespressekonferenz des Spielwarenfachhandelsverbandes idee + spiel mit den Robotern "Botzee"  und "RoboMe" des Herstell
Der Geschäftsführer des Spielwarenfachhandelsverbandes idee + spiel, Andreas Schäfer, posiert am Mittwoch in Nürnberg während einer Jahrespressekonferenz des Spielwarenfachhandelsverbandes idee + spiel mit den Robotern "Botzee" und "RoboMe" des Herstell © Foto: dapd
dapd / 23.01.2013, 17:29 Uhr
Nürnberg (dapd) Altes in Verbindung mit Neuem ist nach Einschätzung des Einkaufs- und Marketingverbands Idee + Spiel das Erfolgsrezept für die Spielwarenbranche in diesem Jahr. Klassisches Spielzeug, das mit modernen Kommunikationsmitteln wie Smartphones oder Tablet-PCs kombiniert werde, sollte sich 2013 besonders gut verkaufen, prognostizierte der Marketing-Geschäftsführer des Hildesheimer Verbandes, Andreas Schäfer, am Mittwoch vor der Spielwarenmesse in Nürnberg.

Zu seinen Favoriten zählt er die interaktive Neuauflage der bunten Fellkugeln "Furby", die bereits Ende der 90er Jahre als einfache Plüschtiere mit rund einer Million verkaufter Exemplare allein in Deutschland für den US-Hersteller Hasbro echte Verkaufsschlager waren. In der Version 3.0 hat "Furby" LCD-Bildschirme als Augen, kann sprechen, mit den Ohren wackeln und reagiert auf das Benehmen seiner Besitzer: Wenn er beispielsweise beschimpft oder liebkost wird, verrät seine Mimik, wie er das findet. "Er entwickelt einen eigenen Charakter", sagt Schäfer und attestiert dem etwa 20 Zentimeter großen Fellwesen, eines der Highlights in diesem Jahr zu werden.

Ein Smartphone oder ein Tablet-PC sind nötig, soll den beiden ferngesteuerten Robotern "RoboMe" und "Botzee" der belgischen Firma Sablon das gewisse Etwas eingehaucht werden: So kann "RoboMe", dem ein Smartphone als Gesicht dient, durchaus als Abbild seines Besitzers daherkommen und sich mit ihm unterhalten, während der etwas gröber gebaute "Botzee" über eine App Kindern im Vorschulalter allerlei Lernspiele näher bringen soll.

Branche setzt auch wieder mehr auf herkömmliche Spielwaren

Die Branche setzt in diesem Jahr laut Schäfer aber auch wieder mehr auf herkömmliche Spielwaren: Darunter sind die aufklappbare "Filly Witchie Windmühle" von Simba Dickie mit den bekannten pastellfarbenen Filly-Pferden, ein Einkaufszentrum von Playmobil inklusive Eiscafé, Brautboutique und funktionierendem Geldautomaten sowie Baukästen zu unterschiedlichen Themenwelten.

Darüber hinaus wagt Hasbro den Weg aus der virtuellen in die reale Welt mit Brettspielversionen der Internetklassiker "Bejeweled" und "Star Wars Angry Birds".

"Ich glaube, 2013 wird wieder ein gutes Jahr für uns", sagte Schäfer. 2012 sank der Außenumsatz der 771 Mitgliedsunternehmen von Idee + Spiel allerdings trotz eines Marktwachstums von etwa drei Prozent um 0,7 Prozent auf 495 Millionen Euro. 2011 war noch ein Rekordumsatz von 500 Millionen Euro erzielt worden. Als Hauptgründe für den unerwarteten Rückgang nannte der für Finanzen zuständige Geschäftsführer Jochen Martens Rabattschlachten im Weihnachtsgeschäft sowie Lieferschwierigkeiten bei Modelleisenbahnen und -autos.

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