Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Wulff verärgert über Indiskretion bei Gericht

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff ist sauer über juristische Indiskretion.
Der frühere Bundespräsident Christian Wulff ist sauer über juristische Indiskretion. © Foto: dpa
27.08.2013, 14:04 Uhr
Hannover (dpa) Ex-Bundespräsident Christian Wulff ist über die jüngsten Indiskretionen zur Entscheidung des Landgerichtes Hannover verärgert. "Seine erste spontane Reaktion war Verärgerung, weil er sich wie wir die Frage stellt, wie es sein kann, dass diese Entscheidung schon eine Woche zuvor in den Medien kolportiert wird", sagte Wulffs Verteidiger Michael Nagel am Dienstag der dpa in Hannover.

Zuvor hatte das Gericht am Dienstag offiziell mitgeteilt, dass sich Wulff voraussichtlich ab 1. November wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme im Amt verantworten muss. In den vergangenen Tagen und Wochen hatten wiederholt Medien über die Entscheidung berichtet, die die Anwälte nach eigenen Angaben erst am Dienstag erfahren hatten. "Das ist ein Punkt, den es noch zu klären gilt", betonte Nagel. Auch während der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover hatten wiederholt vertrauliche Details den Weg in die Medien gefunden. Daraufhin hatte es auch interne Ermittlungen in der Behörde gegeben.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
zombie1969 28.08.2013 - 15:41:38

Teuer

"bezieht die 200.000 Euro-Jahresrente aller Altbundespräsidenten" Teure Sache! Insbesondere für den von Wulff verbreiteten "Islam gehört zu Deutschland"-Unsinn.

Frank 28.08.2013 - 12:16:54

wie bei den veröffentlichten Zschäpe-Briefen

die Justiz scheint nicht ganz dicht zu sein.

Dr. Peter Tiedke 28.08.2013 - 08:57:42

Unbezahlbar

Wer die vielen Millionen betrauert, die dieser Prozess (den Steuerzahler) kostet - wegen VIELLEICHT 719,40 € mögliche Vorteilsnahme - der sollte doch weiter denken: Was hat dieser Fenstersturz zu Berlin uns ermöglicht?! Einen Bundespräsidenten, einen der "Herzen", der- treu-deutsch wie Hindenburg - weiß, was Demokratie benötigt, wenn sie in Gefahr gerät, in linke Hände zu geraten. Der nicht nur familär seine Kriegshelden ehrt, sondern auch sonst propagiert, was "anständig" ist, wenn es um Kriegseinsätze geht. Der den "sozial Schwachen" mutig zuruft: "Kümmert Euch selbst!" Da sollte man doch auch einsehen, dass ist "Wichtiger als Geld!"

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG