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Autotest Opel Astra

Opel Astra Stufenheck
Opel Astra Stufenheck © Foto: MOZ
Hajo Zenker / 19.12.2012, 16:06 Uhr
Ein Fünftürer beginnt derzeit (MOZ) Schon wieder macht Opel negative Schlagzeilen: Die Fertigung am Standort Bochum wird 2016 eingestellt, 3000 Jobs stehen auf dem Spiel. Solche Nachrichten sorgen nicht gerade für ein Image, das die Verkäufe der Blitzmarke befördert. In Deutschland beträgt das Minus in diesem Jahr bisher 13,7 Prozent. Der so wichtige Kompaktwagen Astra verbucht sogar einen Rückgang von 20,3 Prozent - nun wurde er frisch geliftet.

Motor

Acht Motorisierungsmöglichkeiten stehen für den Astra als Stufenheck zur Wahl, darunter sind drei Diesel. Das ergibt eine Leistungspalette von 95 PS bis 180 PS. Der von uns gefahrene 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS wurde jetzt mit einer sogenannten Overboost-Funktion versehen, die das Drehmoment - etwa bei Überholvorgängen - kurzzeitig von 200 auf 220 Newtonmeter anheben kann. Und so reicht dieses Triebwerk für das normale Leben wahrlich aus. Auch wenn die bei uns vorhandene Sechs-Stufen-Automatik nicht perfekt mit dem Motor harmonisiert, kommt man stets flott voran, in gut zehn Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn locker auf die Spitze von 205 km/h.

Karosserie/Ausstattung

Opel kommt seit 1962 mittlerweile auf sechs Kadett- und vier Astra-Baureihen. Die jüngste Generation wurde gerade geliftet - und bekam neben dem Drei- und Fünftürer sowie dem Kombi nun auch eine Stufenheckvariante. Wobei man beim Astra über den Begriff Kompaktwagen langsam nachdenken muss: Der Viertürer ist 4,66 Meter lang. So richtig aber wird das für die Passagiere nicht deutlich. Man ist kompaktklassetypisch mit Platz versorgt. Mehr aber auch nicht. Dafür hat man allerdings sehr erfreuliche 460 Liter Kofferraum zur Verfügung. Und die sind ansehnlich verpackt. Ein Rucksack-Astra ist der Wagen wahrlich nicht. Auch im Inneren weiß der Opel zu gefallen. So überzeugt das Armaturenbrett in Form und Materialanmutung, ist aber etwas überladen. Die vielen Ablagen erfreuen. Ab Werk gibt es etwa sechs Airbags, ESP, Tagfahrlicht, Klima, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber vorn und fernbedienbare Zentralverriegelung. Die Aufpreisliste bietet Kurvenlicht, Parkpilot, Verkehrszeichenerkennung, Kollisionswarner, besonders rückenfreundliche Sitze.

Fahrverhalten

Der Astra liegt nicht nur gut auf der Straße, der Fronttriebler lässt sich exakt dirigieren, hält Straßenunebenheiten von den Insassen fern und steht auch dynamischer Kurvenfahrt aufgeschlossen gegenüber.

Wirtschaftlichkeit

Ein Fünftürer beginnt derzeit (als Sondermodell „Fun“) bei 14 990 Euro (87-PS-Benziner), ein Kombi (ebenfalls als „Fun“) bei 16 990 Euro (100-PS-Benziner) und das Stufenheck (nicht als „Fun“ erhältlich) bei 18 270 Euro (100-PS-Benziner) – im Vergleich kein Schnäppchen also. Der von uns gefahrene 1,4-Liter-140-PS-Benziner – ab 20 970 Euro – kommt mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe (und Start-Stopp-Automatik, die 355 Euro extra kostet) nach Norm auf erfreuliche 5,6 Liter Super auf 100 Kilometer (132 g/km CO2). Mit der Automatik (kein Start-Stopp möglich) werden daraus bereits 6,6 Liter (154 g/km). In der Versicherung gelten die Klassen 18/22/19 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko).

Fazit

Aus dem schönen, fahraktiven Fünftürer ist ein attraktiver, dynamischer Viertürer geworden, der die vierte Astra-Karosserievariante darstellt. Der Preisabstand zu den anderen Varianten ist (zumindest derzeit) aber groß.

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