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Premierministerin Theresa May kündigt an, 23 russische Diplomaten auszuweisen

Attentat auf Skripal
London verhängt Sanktionen gegen Moskau

Amber Rudd, die Innenministerin von Großbritannien, verlässt Downing Street. Großbritannien wird wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Skripal 23 russische Diplomaten ausweisen.
Amber Rudd, die Innenministerin von Großbritannien, verlässt Downing Street. Großbritannien wird wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Skripal 23 russische Diplomaten ausweisen. © Foto: dpa/Kirsty Wigglesworth
dpa / 14.03.2018, 14:48 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 15:02
London/Moskau (dpa) Großbritannien wird wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal 23 russische Diplomaten ausweisen. Das kündigte Premierministerin Theresa May am Mittwoch im Parlament in London an. Die Diplomaten hätten eine Woche Zeit, um das Land zu verlassen. Zuvor hatte Russland ein britisches Ultimatum zur Aufklärung des Attentats verstreichen lassen. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück und droht seinerseits mit Konsequenzen.

Außerdem stoppt London bilaterale Kontakte „auf hoher Ebene“ mit Russland. Aus diesem Grund wurde eine Einladung des russischen Außenministers Sergej Lawrow nach London zurückgezogen. Regierungsvertreter und Mitglieder des Königshauses werden nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer nach Russland reisen.

May hatte gefordert, dass sich Moskau bis 1 Uhr MEZ in der Nacht zum Mittwoch zur Herkunft des bei dem Attentat verwendeten Nervengifts Nowitschok äußern müsse. Die Substanz war einst in der Sowjetunion entwickelt worden und gehört zu den gefährlichsten Nervengiften.

Russland lasse nicht in der Sprache von Ultimaten mit sich reden, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwochvormittag in Moskau gesagt. Man habe London über diplomatische Kanäle mitgeteilt, dass Russland mit dem Anschlag nichts zu tun habe. Der russische Botschafter in Großbritannien, Alexander Jakowenko, sprach von einer Provokation.

Skripal (66) und seine Tochter Yulia (33) waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie befinden sich in einem kritischen Zustand. Skripal hatte als Offizier des russischen Militärgeheimdienstes GRU für die Briten spioniert. Er wurde deswegen in Russland verurteilt und 2010 bei einem großen Agenten-Austausch nach Großbritannien entlassen.

Das Attentat erinnert an den Fall des Ex-Agenten und Kremlkritikers Alexander Litwinenko, der 2006 in London mit radioaktivem Polonium vergiftet wurde. Die Spuren der Täter führten damals nach Moskau.

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Frank Schneider 15.03.2018 - 14:50:43

Die britische Handelsbilanz

jedes Jahr 100-200 Milliarden US-$ in den Miesen https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15634/umfrage/handelsbilanz-von-grossbritannien/

Frank Schneider 15.03.2018 - 14:27:03

Britische Sanktionen - womit?

Außer der Finanz-Zockerei in London hat das Land nichts mehr zu bieten, es ist praktisch de-industrialisiert, ohne Realwirtschaft.

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