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Bundespräsident
DGB fordert Chance auf Ausbildungsplatz für jeden

Weniger als ein Fünftel der Betriebe bildet aus.
Weniger als ein Fünftel der Betriebe bildet aus. © Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
dpa-infocom / 16.04.2018, 11:41 Uhr
Berlin (dpa) Zur «Woche der beruflichen Bildung» hat der Deutsche Gewerkschaftsbund die Unternehmen aufgefordert, für mehr Ausbildungsplätze zu sorgen.

«Die Ausbildungschancen der jungen Generation hängen stark von Wohnort, Schulabschluss und Pass ab», sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Vor allem Migranten und Hauptschüler fielen zu oft aus dem System.

«Mehr als zwei Millionen junge Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren sind ohne Ausbildung.» Langzeitarbeitslosigkeit oder prekäre Beschäftigung seien vorgezeichnet. «Wollen wir den sozialen Zusammenhalt sichern, muss in Zukunft jeder Jugendliche die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen», so Hannack.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender wollen die berufliche Bildung in Deutschland mit einer Reise durch sechs Bundesländer aufwerten. An diesem Montag startet die «Woche der beruflichen Bildung» unter der Schirmherrschaft des Staatsoberhaupts und der «First Lady».

An diesem Mittwoch will das Bundeskabinett zudem den neuen Berufsbildungsbericht verabschieden. Laut einem Entwurf für den Bericht bieten etwas weniger kleine Betriebe einen Platz an. Die Quote der Betriebe mit Azubis rutschte auf unter ein Fünftel. Allerdings stieg die Zahl der Ausbildungsplatzangebote vergangenes Jahr um 8500 auf 572.200 Stellen.

Bis Ende September 2017 wurden 523.300 Verträge neu abgeschlossen - 3000 mehr als im Vorjahr. Aber auch die Zahl unbesetzter Stellen stieg, auf knapp 49.000 - die der unversorgten Bewerber auf 24.000.

Mehr als jeder vierte Auszubildende bricht laut dem Entwurf zudem seine Lehre vorzeitig ab. Die Abbrecherquote betrug zuletzt 25,8 Prozent. Viele Vertragsauflösungen gehen allerdings mit einem Wechsel des Ausbildungsbetriebes oder des Ausbildungsberufs einher.

Hannack mahnte: «Wenn Betriebe über unbesetzte Ausbildungsplätze klagen, aber immer mehr Jugendliche den Sprung in Ausbildung nicht schaffen, nehmen gesellschaftliche Spannungen zu.» Dass jeder Jugendliche einen Platz bekommen kann, sollte das gemeinsame Ziel aller Partner in der Berufsbildung sein. Das duale Berufsbildungssystem lebe vom Engagement der Gewerkschaften, der Arbeitgeber und der Regierungen in Bund und Ländern.

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Paul Müller 16.04.2018 - 19:31:53

Kommt ja auch immer auf die Migranten selbst an ...

... während Chinesen und Vietnamesen die Schulbank drücken, kommt das junge Mädel unseres Dönerhändlers je nach - ja sagen wir mal nach Schönwetterlage :) naja, Aische muss später sowieso nur den Herd bedienen und Kinder bekommen ...

Frank Schneider 16.04.2018 - 12:47:06

dpa phantasiert mal wieder und sucht die Schuld beim Falschen

Für die Aufnahme einer Berufsausbildung sind gewisse Mindestanforderungen notwendig. Aufbauend auf diesen erfolgt die Spezialausbildung für den gewählten Beruf. Wer sich als Bildungsverweigerer in der Schule einen Bunten gemacht hat, der ist dann halt später für nichts zu gebrauchen. Die staatlich forcierte Abwicklung des Bildungssystems trägt ebenfalls dazu bei, dass viele Schulabgänger keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Volkshochschulen werden geschlossen, wo sich eine Gelegenheit dazu bietet. DPA sollte vielleicht den wirklichen Ursachen suchen, ist aber durch seine Regimetreue dazu nicht willens.

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