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zur AfD
Rechts liegen lassen

Mathias Puddig
Mathias Puddig © Foto: Thomas Koehler/photothek.net
Meinung
Mathias Puddig / 16.05.2018, 19:30 Uhr
Berlin (MOZ) Die AfD hat die große Bühne also genutzt. Mit Verve suchte Alice Weidel in der Haushaltsdebatte die Provokation. Die Kanzlerin aber ignorierte Weidels Wutausbruch. Sie wusste ja: Um den Ordnungsruf kümmert sich das Bundestagspräsidium, alles darüber hinaus ist nicht so wichtig.

Die entscheidenden Konfliktlinien verlaufen sowieso zwischen der Union und der SPD, etwa beim Verteidigungsetat: Merkel sagt, dass sich die Union dem Zwei-Prozent-Ziel der Nato verpflichtet fühlt. Nahles sieht keinen Anlass, zusätzliche Einnahmen in die Bundeswehr zu stecken. Umstritten sind zudem die Flüchtlings- und Europapolitik. Auch beim Rückkehrrecht in Vollzeit bahnt sich ein Konflikt an. Nahles warnt die Union schon: „Wer die Koalitionsvereinbarungen blockiert, der schadet unserem Land.“ Das klingt wie Wahlkampf.

Die nächsten Monate werden nicht weniger aufreibend als die vergangenen – und das, obwohl die Groko gerade erst mit dem Regieren begonnen hat. Tatsächlich werden die Lösungen dieser Konflikte die Leben von viel mehr Menschen beeinflussen als die schrillen Töne aus der AfD. Deshalb liegen Merkel und Nahles völlig richtig, wenn sie sich darauf konzentrieren und die AfD einfach rechts liegen lassen.

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Paul Müller 16.05.2018 - 20:27:13

Köstlich - die Weidel ...

... und wie der Hofreiter @8:15 ausflippt :D https://youtu.be/Mtu3MMUph4A

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