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zum Friedensprozess
Koreanische Manöver

Günther Marx
Günther Marx © Foto: Gerd Markert
Meinung
Günther Marx / 16.05.2018, 19:45 Uhr
Berlin (MOZ) Geht da schon etwas zu Ende, bevor es angefangen hat? Eine klare Antwort darauf wäre verfrüht. Doch deuten die jüngsten Äußerungen aus Nordkorea darauf hin, dass das Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump – wenn es denn zustande kommt – doch etwas komplizierter werden könnte, als dieser sich das vorstellen mag.

Zum Jahreswechsel hatte Kim Jong Un die Welt noch überrascht, als er unvermittelt auf einen neuen Friedenskurs einschwenkte. Seither darf gerätselt werden, ob Kim vor Trump eingeknickt ist, weil der Krieg der Worte in einen heißen Krieg umzuschlagen drohte, oder der Nordkoreaner seine Position derart stark einschätzt, dass er sein Nukleararsenal zum Gegenstand von Verhandlungen über die Aufhebung der internationalen Sanktionen und die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes machen kann.

Ob Kim tatsächlich, wie angedeutet, zu einer vollen Denuklearisierung, bereit ist, wäre auszutesten. Ähnliche Ankündigungen waren auch schon früher zu vernehmen. Zwar gibt es jetzt – schon das ist ein Fortschritt –  einen neuen Ansatz. Die Erfahrung aber sagt, dass Abrüstungsverhandlungen ein langwieriges und mühsames Geschäft sind, Rückschläge eingeschlossen.

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