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zur Mütterrente
Falsch finanziert

Dieter Keller
Dieter Keller © Foto: SWP
Meinung
Dieter Keller / 11.07.2018, 19:15 Uhr
Berlin (MOZ) Etwas gegen Altersarmut zu tun, klingt gut und populär. Schade nur, dass es schnell teuer wird und die Falschen zur Kasse gebeten werden. So ist das bei der Mütterrente, die ab 2019 erhöht werden soll. Um die Kosten zu begrenzen, sollen davon nur Mütter mit mindestens drei Kindern profitieren. Allerdings auch, wenn sie finanziell gut dastehen.

Das wäre ihnen zu gönnen, wenn es vernünftig finanziert wäre. Leider versprechen Sozialpolitiker gern viel, ohne dass der Finanzminister mitspielt. Die zwangsläufige Folge hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung aufgedeckt: Den Großteil der Rechnung müssen die Beitragszahler zahlen und die Senioren selbst, weil ihre Rentenerhöhungen niedriger ausfallen. Auf diesen Zusammenhang hatte die Rentenversicherung schon bei der ersten Aufstockung der Mütterrente 2014 hingewiesen. Entweder haben sich das die Politiker nicht zu Herzen genommen, oder sie haben es nicht verstanden.

Die Mütterrente ist eine Anerkennung der Erziehungsleistung der Mütter. Das zu finanzieren ist eine Aufgabe für alle Bürger, also auch für Beamte, Unternehmer und Freiberufler. Daher sind Steuern der einzig gerechte Weg der Finanzierung.

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