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Die Rückkehr des Wolfes sei ein großer Erfolg. Allerdings müsse die Weidetierhaltung weiter möglich sein.

Aussöhnung
Schutz vor Wölfen - Bauern bekommen Investitionen komplett ersetzt

Die Erfolgsgeschichte könne aber nur fortgeschrieben werden, wenn es gelinge, gesellschaftliche Akzeptanz für den Wolf zu finden.
Die Erfolgsgeschichte könne aber nur fortgeschrieben werden, wenn es gelinge, gesellschaftliche Akzeptanz für den Wolf zu finden. © Foto: dpa/Holger Hollemann
dpa / 09.11.2018, 14:58 Uhr
Schwerin (dpa) Bauern können Investitionen zum Schutz vor Wölfen künftig zu 100 Prozent vom Land finanziert bekommen.

Das hat die EU-Kommission jetzt beschlossen, wie das Agrar- und Umweltministerium in Schwerin am Freitag mitteilte. Bisher konnten die Halter von Weidetieren wie Schafen und Rindern nur bis zu 80 Prozent der Kosten etwa für wolfssichere Zäune oder Herdenschutzhunde vom Staat ersetzt bekommen.

Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) sagte auf der Umweltministerkonferenz in Bremen, die am Freitag zu Ende ging, die Rückkehr des Wolfes sei ein großer artenpolitischer Erfolg. Die Erfolgsgeschichte könne aber nur fortgeschrieben werden, wenn es gelinge, gesellschaftliche Akzeptanz für den Wolf zu finden. Das sei in den betroffenen Regionen und bei den Weidetierhaltern nicht der Fall. Bis zur nächsten Umweltministerkonferenz sollte daher die von allen Bundesländern geforderte rechtssichere Grundlage zum Töten von problematischen Wölfen geschaffen werden.

Weiter nannte Backhaus den Beschluss der EU-Kommission wichtig für den Erhalt der Weidehaltung von Rindern und Schafen. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die Entscheidung dazu beitragen wird, Wolfskritiker und Wolfsfreunde ein Stück näher zusammenzubringen und mehr Akzeptanz für den Wolf zu schaffen.

Neu ist laut Ministerium auch, dass künftig indirekte Schäden wie die Behandlungskosten gerissener Tiere oder die Arbeitskosten bei der Suche versprengter Tiere nach einem Angriff entschädigt werden können. Nicht ausgeglichen werde dagegen der zusätzliche Arbeitsaufwand, zum Beispiel für das Aufstellen von Zäunen.

Backhaus kündigte an, die in Mecklenburg-Vorpommern geltende „Förderrichtlinie Wolf“ auf Basis der EU-Entscheidung zu novellieren.

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