Personal soll trotzdem abgebaut werden, und so findet die Reform quasi durch die kalte Küche statt. Die Landgerichte werden radikal verkleinert. Dabei beruft man sich wie schon bei der verunglückten Polizeireform auf die demografische Entwicklung und hofft auf weniger Klagen und Prozesse. Noch ist dies jedoch nicht eingetreten.
An den Gerichten stauen sich unerledigte Fälle, und Verjährungen drohen. Justizminister Markov verweist darauf, dass die Verwaltungsgerichte besser ausgestattet wurden und nun die Sozialgerichte an der Reihe seien. Für diejenigen, die in Zivil- und Strafsachen Klage führen, ist dies kein Trost. Man kann nicht eine Gerichtsbarkeit in die Sackgasse manövrieren und dann gegensteuern. Wenn Personalabbau, dann erst, wenn alle Altbestände abgearbeitet sind.