Doch das Kreuz ist eindeutig zu viel. Es ist auch eine nachträgliche Zutat des streng religiösen Königs Friedrich Wilhelm IV., versehen mit der heute schwer erträglichen Inschrift "dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind". Das verträgt sich weder mit dem heutigen Berlin noch mit der Idee eines Museums der Kulturen der Welt. Unweit der Schloss-Rekonstruktion entsteht mit dem "House of One" ein Ort des Dialogs zwischen den drei monotheistischen Religionen. Dort gehören Kreuze und andere religiöse Zeichen hin. Das Humboldt Forum verdient offenen Geist – und keine vor irgendeiner Religion gebeugten Knie.
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