Es wird Gründe dafür geben, warum sich der Spiegel an Kreuzungen zur Verhinderung von Abbiegeunfällen noch nicht durchgesetzt hat. Ein weiterer Spiegel könnte manchen Lastwagenfahrer verwirren, das Hilfsmittel passt baulich nicht an jede Kreuzung. Und bald kommt ja der elektronische Abbiegeassistent für Lastwagen. Stimmt sicher alles irgendwie, liefert am Ende aber keine überzeugende Begründung gegen die Installation jener preisgünstigen Warner vor dem toten Winkel.
Ehe alle EU-Lastwagen mit einem solchen Assistenten ausgestattet sind, dürften noch viele Jahre vergehen. Bis dahin sind bei ständig zunehmendem Lastwagenverkehr in den Städten vor allem die Radfahrer großen Gefahren ausgesetzt. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Insbesondere an Unfallschwerpunkten in größeren Städten und an Schulwegen sollte dringend geprüft werden, ob ein kaum mehr als 100 Euro teurer Spiegel für mehr Sicherheit sorgen könnte.
Es ist vorbildlich, wie die Stadt Brandenburg hier vorangeht. Mögen ihr viele andere Kommunen folgen!