Fingergymnastik heißt die Sportart, die fast alle Kinder und Jugendlichen heutzutage täglich betreiben. Sie klicken sich durchs Internet, daddeln in den sozialen Netzwerken und zocken an der Spielekonsole.
Statt auf dem Spiel- oder Sportplatz bewegt sich der Nachwuchs nahezu ungebremst im weltweiten Netz. Wer fängt die jungen Leute ein, wenn sie auf Abwege geraten? Wie kann verhindert werden, dass Extremisten sie verführen und missbrauchen?
„Schau hin!“ heißt eine Kampagne des Familienministeriums, mit der Eltern für den Medienkonsum ihrer Kinder sensibilisiert werden sollen. Der Titel ist passend und deshalb die wichtigste Regel, die Eltern beherzigen sollten. Heranwachsende müssen den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co lernen, sie brauchen Anleitung und Kontrolle. Diese Verantwortung können die Erwachsenen nicht abschieben, sie selbst müssen sich mit den Inhalten auseinandersetzen, filtern und vor den Gefahren von rechts warnen.
Doch was, wenn es bereits zu spät ist und der Nachwuchs von Extremisten vereinnahmt wurde?  Verunsicherte Angehörige, Freunde oder Lehrer sollten unbedingt das Gespräch suchen und Hilfe von Experten einholen. Nichts ist schlimmer, als zu meinen, das vergehe von alleine. Wehret den Anfängen!