Deutschland rocks.“ Das waren Elon Musks erste Worte, als der Rockstar unter den Firmenchefs dieser Welt am Donnerstag in Grünheide eintraf. Auch wenn der Spruch natürlich Teil der großen Musk-Show war, er geht – gerade in Brandenburg – runter wie Öl. Brandenburg rockt längst auch.
Elon Musk ist 100 Milliarden Dollar schwer, er hat Paypal erfunden,  will mit SpaceX den Mars besiedeln, aber vorher noch mit Curevacs Corona-Impfstoff und Teslas Elektromobilität die Welt retten. Klar ist da Lob aus dem Mund dieses Supermans Honig, geschmiert ums Maul derer, die der Milliardär vor Ort hier für seinen Erfolg braucht; für die Gesundheitsfactory in Tübingen und die Gigafactory in Grünheide.
Seine Nahbarkeit, Unkompliziertheit und Ausstrahlung sind zu seinem Knowhow eben die Essenzen, die den Erfolg des Tesla-Gründers speisen: Musk, der Visionär  – Musk, der Superstar – Musk, der Heiland. So inszeniert sich der 49-Jährige, so lässt er sich hofieren – von den Mitarbeitern bis zum Ministerpräsidenten. Das mag man albern finden, man darf es auch kritisieren, dass er die Macher vor Ort, ja sogar den Hünen Dietmar Woidke neben sich wie Schulbuben wirken lässt. Kaum vorwerfen kann man ihm aber seine Gabe, auch die Mächtigen für sich einzunehmen.