Denn man muss auch die andere Seite sehen: Die Reiseveranstalter sind auf die Anzahlungen dringend angewiesen, weil sie für einen Teil der Flug- und Hotelkosten in der Regel selbst in Vorleistung gehen müssen. Hoteliers könnten kaum noch vernünftig planen, wenn ihnen ihre Gäste jederzeit abzuspringen drohen.
Um Pauschalreisende im Insolvenzfall besser abzusichern, würde es völlig ausreichen, wenn der gemeinsame, von den Unternehmen zu füllende Risikotopf künftig gut gefüllt wäre. Das war zuletzt bei der Thomas-Cook-Pleite nicht der Fall. Auch bei Hotelinsolvenzen könnte ein solcher Topf gute Dienste leisten. Ihn zu schaffen, wäre ein verhältnismäßig kleiner Schritt – mit großer Wirkung.