Rechtsextremisten vernetzen sich anders als vor zehn, zwanzig Jahren. Sie rüsten auf, verstehen sich gut zu tarnen, haben mit der völkischen Kalbitz-AfD eine Stimme im Landtag. Gleichzeitig wird das gesellschaftliche Klima insgesamt rauer, eine coronabedingte Wirtschaftskrise dürfte diesen unheilvollen Trend verstärken.
Angesichts dieser Gemengelage helfen Schnellschüsse genauso wenig wie ein paar Einzelmaßnahmen. Es gilt, sich im gesamten Bundesgebiet nach Anregungen für einen effizienten Kampf gegen Rechtsextremismus umzuschauen. Mit an erster Stelle sollte dabei wieder die Stärkung der Zivilgesellschaft stehen, wenn auch sicherlich in veränderter Form. So gilt es zum Beispiel, Hass und Hetze im Internet auf intelligente Art Paroli zu bieten.