Ende März, die Corona-Welle rollte gerade über das Land und der Lockdown sorgte für die große Unruhe: Die Regierungskoalition im Landtag entschied in Windeseile erst eine Milliarde für einen Rettungsschirm auszugeben, kurze Zeit darauf die doppelte Summe.
Die Opposition billigte das Vorgehen. Fünf Monate später eine erste Zwischenbilanz: Die Finanzministerin wird die gesamte Summe an zusätzlichen Krediten nicht aufnehmen müssen. In erster Linie deshalb, weil der Bund mit seinen Programmen sich an vielen Kosten beteiligt. Wie viel vom Rettungsschirm letztlich benötigt wird und welche zusätzlichen Hilfen im Herbst noch auf das Land zukommen, ist längst noch nicht abzusehen.
Das dicke Ende kommt ohnehin erst dann, wenn die Auswirkungen auf den Landeshaushalt 2021 und die Etats der Kommunen abzuschätzen sind. Außerdem muss im kommenden Jahr auch noch mit Mindereinnahmen gerechnet werden. Das bedeutet, dass die eine Milliarde, die aus dem Rettungsschirm jetzt nicht ausgegeben wird und als Kreditermächtigung Ende des Jahres verfällt, als neue Schulden für die kommenden Haushalte wieder auftauchen dürfte. So oder so: die Corona-Pandemie kostet das Land richtig Geld.