Der Ehm Welk-Literaturpreis 2018 bleibt in diesem Jahr in der Region. Die in Angermünde lebende Autorin Kena Hüsers gewann den mit 2000 Euro dotierten Literaturwettbewerb, der seit 1992 alle zwei Jahre vom Landkreis Uckermark ausgelobt wird. Er zählt damit zu den beständigsten LiteraturwettbewerbenBrandenburgs.
Mit ihrer Kurzgeschichte „Die Christanje“ stach Kena Hüsers 20 weitere Mitbewerber um den Ehm Welk-Literaturpreis aus Brandenburg, Berlin, Dresden sowie Köln aus dem Rennen. Erstmals hatte der Landkreis Uckermark seinen nunmehr 14. Literaturwettbewerb bundesweit ausgeschrieben.
Die festliche Preisverleihung fand traditionell in der Dorfkirche Biesenbrow, dem Geburtsort des Autors Ehm Welk (1884–1966), statt, der mit seiner Romantrilogie der „Heiden von Kummerow“ berühmt geworden ist. Der nach ihm benannte Literaturwettbewerb soll sein schriftstellerisches Vermächtnis bewahren und Autoren fördern, die seinem Verständnis von Heimat gerecht werden, die sich nicht nur auf Landschaft bezieht, sondern auch auf Heimat als ein sozialer Raum mit Beziehungen zwischen Menschen, mit Werten, Konflikten, Begegnungen und Erfahrungen.
Damit habe Kena Hüsers mit ihrer Erzählung über den inneren Konflikt zwischen dem modernen „Zeit-ist-Geld-Geist“ und der Magie des Augenblicks an einem Ort ihrer Kindheit überzeugt, betonte Laudator Roland Schulz, Ehm-Welk-Preisträger von 2016. Kena Hüsers stammt aus Norddeutschland und lebt seit drei Jahren als freischaffende Autorin in Angermünde.
Die Uckermärkische Literaturgesellschaft, die den Wettbewerb organisiert und die Jury bestellt, wird nun zu Lesungen mit der Preisträgerin sowie weiteren Wettbewerbsteilnehmern einladen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie eine Anthologie mit Texten bisheriger Preisträger.