Normalerweise sind beim Poetry Slam der Kiezpoeten keine Requisiten erlaubt. Beim sogenannten „Burg-Slam“ am Sonnabend, 22. Oktober, um 19 Uhr auf der Burg Beeskow machen die Künstler allerdings eine Ausnahme. „Wer in voller Rittermontur auftritt, dem sei dieser Regelbruch gewährt“, heißt es in der Einladung.
Weitere wichtige Regel beim Wettkampf der Worte: Die Texte, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start gehen, dürfen nicht länger als sieben Minuten lang und selbst verfasst sein. „Das können lustige oder lyrische Werke bis hin zu Prosa oder auch ein Acapella Rap sein“, so Mitorganisator Jesko Habert, der an diesem Abend moderieren wird.

Teilnehmer können sich auf einer offenen Liste anmelden

Wer beim Burg-Slam auf der Bühne mit dabei sein will, der kann sich vorab mit seinem Text anmelden. Auch Beeskows nächste Burgschreiberin, Franziska Hauser, die offiziell erst im Januar 2023 ihr Amt antreten wird, hat ihre Teilnahme bereits zugesagt. Weitere hochkarätige Gäste sind unter anderem Miko Berry aus Schottland oder Luz de Kuba aus Lateinamerika.
Ursprünglich aus der Großstadt, zieht es die Poetry Slammer und Slamerinnen immer mehr in die ländlichen Gefilde, „denn dort“, so Kiezpoet Jesko Habert, „ist die Offenheit enorm groß für neue Einflüsse und es ist noch nicht so abgebrüht“. Wenn in Berliner Kiezen alle schon alles gehört haben, so Habert, trifft man im Brandenburgischen oft auf enorm freundliches und freudiges Publikum. Das ist auch der Grund, warum die Kiezpoeten nach ihrer erfolgreichen Premiere im Sommer jetzt zum zweiten Mal nach Beeskow kommen.

Karten gibt es am Museumstresen, telefonisch und online

Karten für die Veranstaltung gibt es zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 8 Euro vorab am Museumstresen der Burg Beeskow, unter reservix.de oder telefonisch unter 03366 352727. „Ein legendenreiches Duell aus hochwohlgeborenen Poeten und unterhaltsamen Narren“ erwartet die Besucher, heißt es in der Einladung. „Wo das wohlfeile Wort zur Lanze wird, die Zwerchfelle gar meisterlich erschüttert werden und das ehrenwerte Publikum über Gedeih und Verderb entscheidet“. Am Ende winkt dem Sieger oder der Siegerin ein Pokal.
Wer einige der Slamer bereits vor dem Wochenende live erleben will, kann dies am Freitag, 21. Oktober, im Admiralspalast Berlin beim „Champions Slam“ tun. Beginn ist um 20 Uhr, der Preis beträgt 24,80 Euro.