Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Wert von wirtschaftlich unabhängigem Journalismus für eine Demokratie hervorgehoben.
„Die Demokratie braucht den professionellen Journalismus, den politisch und wirtschaftlich unabhängigen Journalismus, der angstfrei agieren kann, der die Balance wahrt zwischen Distanz und Empathie“, sagte er am Dienstag bei der Eröffnung des neuen Redaktions- und Büroneubaus des Medienkonzerns Axel Springer in Berlin. Die Demokratie brauche Journalismus, „der berichtet, analysiert und kommentiert, nicht um zu belehren, sondern um zur Aufklärung beizutragen, um seine Leser zur Kritik zu befähigen.“
Der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas konzipierte das markante Gebäude. Riesige Säulen, Brücken und ein 45 Meter hohes Atrium prägen das Bild des Gebäudes mit 13 Geschossen. In den Neubau sind verschiedene Unternehmensteile der Axel Springer SE eingezogen. Es grenzt direkt an den bestehenden Verlagskomplex in der Hauptstadt.
Steinmeier sagte mit Blick auf die Digitalisierung, dass sich der Qualitätsjournalismus auf unbestimmte Zeit gegen die „digitale Enteignung von Urheberrechten“, auch gegen Verflachung und Verzerrung, und vielleicht auch gegen Glaubwürdigkeitsverlust der Inhalte behaupten müsse. „Ich glaube, es ist für den Journalismus eine existenzielle Auseinandersetzung.“ Entgehen werde ihr niemand. Denn die digitale Transformation zu verweigern, sei keine Option.