Schauspieler Herbert Köfer wird 100 Jahre alt

Er gilt als der älteste aktive Schauspieler der Welt: Herbert Köfer. Seit mehr als acht Jahrzehnten steht der gebürtige Berliner, der heute am Seddiner See nahe Potsdam lebt, auf der Bühne und vor der Kamera. Er moderierte die erste Sendung des DDR-Fernsehens und auch die letzte nach der Wende. Er spielte in Schwänken, Komödien, Krimis und Dramen, er schrieb Bücher und wirkte als Sprecher in unzähligen Hörspielen mit. Am 17. Februar 2021 feiert Herbert Köfer seinen 100. Geburtstag.

 UhrFrankfurt (Oder)
Zweimal wurde Schauspieler Herbert Köfer für sein Lebenswerk mit der "Goldenen Henne" ausgezeichnet: 2002 und zuletzt im Herbst 2020.
Zweimal wurde Schauspieler Herbert Köfer für sein Lebenswerk mit der „Goldenen Henne“ ausgezeichnet: 2002 und zuletzt im Herbst 2020.
© Foto: Jan Woitas/dpa
Herbert Köfer als Rittmeister von Blötzow in der Defa-Filmkomödie "Ein Polterabend" (1955) von Regisseur Curt Bois
Herbert Köfer als Rittmeister von Blötzow in der Defa-Filmkomödie "Ein Polterabend" (1955) von Regisseur Curt Bois
© Foto: Gerhard Kowalewski/Defa-Stitung
Herbert Köfer (M.) zusammen mit Regisseur Frank Beyer (l.) und Autor Bruno Apitz 1962 bei den Dreharbeiten für den Defa-Film "Nackt unter Wölfen" in Potsdam-Babelsberg. Köfer verkörperte in der Literaturverfilmung den 2. Lagerführer des KZ Buchenwald, SS-Hauptsturmführer Kluttig
Herbert Köfer (M.) zusammen mit Regisseur Frank Beyer (l.) und Autor Bruno Apitz 1962 bei den Dreharbeiten für den Defa-Film "Nackt unter Wölfen" in Potsdam-Babelsberg. Köfer verkörperte in der Literaturverfilmung den 2. Lagerführer des KZ Buchenwald, SS-Hauptsturmführer Kluttig
© Foto: Eva Brüggmann/ZB/Bundesfilmarchiv
Herbert Köfer (l.)  als Schuldirektor Röhle und Peter Reusse als ehemaliger Schüler Peter Naumann in dem Drama "Denk bloß nicht, ich heule" (1965) von Regisseur Frank Vogel. Der Defa-Film war bis 1990 in der DDR verboten, da er sich kritisch mit dem Sozialismus auseinandersetzte.
Herbert Köfer (l.) als Schuldirektor Röhle und Peter Reusse als ehemaliger Schüler Peter Naumann in dem Drama "Denk bloß nicht, ich heule" (1965) von Regisseur Frank Vogel. Der Defa-Film war bis 1990 in der DDR verboten, da er sich kritisch mit dem Sozialismus auseinandersetzte.
© Foto: Jörg Erkens/Defa-Stiftung
Herbert Köfer (r.) als Ganove Heuschnupf in der Gangsterkomödie "Hände hoch oder ich schieße" (1965/66) von Regisseur Hans-Joachim Kasprzik. Der Defa-Film kam wegen politischer Bedenken nie in die DDR-Kinos. Seine Premiere erlebte er erst im Juni 2009.
Herbert Köfer (r.) als Ganove Heuschnupf in der Gangsterkomödie "Hände hoch oder ich schieße" (1965/66) von Regisseur Hans-Joachim Kasprzik. Der Defa-Film kam wegen politischer Bedenken nie in die DDR-Kinos. Seine Premiere erlebte er erst im Juni 2009.
© Foto: Defa-Stiftung/Jörg Erkens
Herbert Köfer als Kriminalinspektor Laube im Kriminalfilm "Mord am Montag" (1968) von Regisseur Hans Kratzert
Herbert Köfer als Kriminalinspektor Laube im Kriminalfilm "Mord am Montag" (1968) von Regisseur Hans Kratzert
© Foto: Peter Bernhardt, Klaus Zähler/Defa-Stiftung
Seine wohl berühmteste Rolle: Herbert Köfer und Helga Göring als Rentner-Ehepaar Paul und Anna Schmidt in der DDR-Fernsehserie "Rentner haben niemals Zeit" (1978-1979)
Seine wohl berühmteste Rolle: Herbert Köfer und Helga Göring als Rentner-Ehepaar Paul und Anna Schmidt in der DDR-Fernsehserie „Rentner haben niemals Zeit“ (1978-1979)
© Foto: rbb
Marlies Ludwig als Popsängerin Silke Tanner und Herbert Köfer als Konzertmeister Martin Veltin im "Polizeiruf 110: Ein Schritt zu weit" aus dem Jahre 1985. Es war die 99. Folge der beliebten DDR-Krimireihe.
Marlies Ludwig als Popsängerin Silke Tanner und Herbert Köfer als Konzertmeister Martin Veltin im "Polizeiruf 110: Ein Schritt zu weit" aus dem Jahre 1985. Es war die 99. Folge der beliebten DDR-Krimireihe.
© Foto: MDR/rbb/DRA/Hans-Ulrich Roßberg
Herbert Köfer als Hauptmann von Köpenick am 4. Juli 1987 beim Festumzug anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins
Herbert Köfer als Hauptmann von Köpenick am 4. Juli 1987 beim Festumzug anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins
© Foto: Rainer Mittelstädt/ADN-ZB/Bundesarchiv
Hunderttausende DDR-Bürger beteiligten sich am 4. November 1989 an einer Demonstration, zu der Berliner Kunst- und Kulturschaffende ins Zentrum der Hauptstadt eingeladen hatten. Unter den Teilnehmern war auch Schauspieler Herbert Köfer (vorn).
Hunderttausende DDR-Bürger beteiligten sich am 4. November 1989 an einer Demonstration, zu der Berliner Kunst- und Kulturschaffende ins Zentrum der Hauptstadt eingeladen hatten. Unter den Teilnehmern war auch Schauspieler Herbert Köfer (vorn).
© Foto: Peter Zimmermann/ADN-ZB/Bundesarchiv
Ursula Staak (v.l.), Herbert Köfer und Hildegard Alex im MDR-TV-Schwank "Die Bratpfannenstory" (1995) von Hartmut Ostrowsky. Das Lustspiel wurde im Theater Schlossgarten in Arnstadt aufgezeichnet.
Ursula Staak (v.l.), Herbert Köfer und Hildegard Alex im MDR-TV-Schwank "Die Bratpfannenstory" (1995) von Hartmut Ostrowsky. Das Lustspiel wurde im Theater Schlossgarten in Arnstadt aufgezeichnet.
© Foto: MDR/Klaus Winkler
Peter Wieland (v.l.), Beppo Küster, Angelika Mann und Herbert Köfer waren 1999 die Stars bei der Gala-Premiere von Ralph Benatzkys Operetten-Klassiker "Im Weißen Rößl" im Gartenlokal "Zenner" in Berlin-Treptow.
Peter Wieland (v.l.), Beppo Küster, Angelika Mann und Herbert Köfer waren 1999 die Stars bei der Gala-Premiere von Ralph Benatzkys Operetten-Klassiker "Im Weißen Rößl" im Gartenlokal "Zenner" in Berlin-Treptow.
© Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa
Herbert Köfer (l.) als Professor Crey, genannt Schnauz, und Günter Junghans als Johannes Pfeiffer spielen 2001 in der Comödie Dresden in der Inszenierung "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl.
Herbert Köfer (l.) als Professor Crey, genannt Schnauz, und Günter Junghans als Johannes Pfeiffer spielen 2001 in der Comödie Dresden in der Inszenierung "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl.
© Foto: Matthias Hiekel/ZB/dpa
Die Schauspieler Ingeborg Krabbe (v.l.), Herbert Köfer und Helga Piur (v.r.n.l.).) im Jahre 2002 bei einer Probe zu dem Lustspiel "Balduin - Der Geisterseher", das mit dem damals neu gegründeten "Theater der Komödianten" im Kulturpalast in Wolfen Premiere hatte. Gegründet wurde das neue Theater von dem Berliner Regisseur Günter Stahnke gemeinsam mit prominenten ostdeutschen Schauspielern.
Die Schauspieler Ingeborg Krabbe (v.l.), Herbert Köfer und Helga Piur (v.r.n.l.).) im Jahre 2002 bei einer Probe zu dem Lustspiel "Balduin - Der Geisterseher", das mit dem damals neu gegründeten "Theater der Komödianten" im Kulturpalast in Wolfen Premiere hatte. Gegründet wurde das neue Theater von dem Berliner Regisseur Günter Stahnke gemeinsam mit prominenten ostdeutschen Schauspielern.
© Foto: Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa
Herbert Köfer gibt im Jahre 2003 Kindern des Knabenchores der Frankfurter Singakademie Autogramme.
Herbert Köfer gibt im Jahre 2003 Kindern des Knabenchores der Frankfurter Singakademie Autogramme.
© Foto: Heinz Köhler/MOZ
Herbert Köfer als Preußen-König Friedrich Wilhelm I. und Ursula Karusseit als seine Frau Sophie Dorothea begrüßen am 6. September 2008 die Besucher des 11. Brandenburg-Tages in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald).
Herbert Köfer als Preußen-König Friedrich Wilhelm I. und Ursula Karusseit als seine Frau Sophie Dorothea begrüßen am 6. September 2008 die Besucher des 11. Brandenburg-Tages in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald).
© Foto: Patrick Pleul/dpa
Herbert Köfer war von 2008 bis 2014 bei den jährlich stattfindenden Jedermann-Festspielen im Berliner Dom in der Rolle des Armen Nachbarn zu sehen; hier eine Aufnahme von 2009.
Herbert Köfer war von 2008 bis 2014 bei den jährlich stattfindenden Jedermann-Festspielen im Berliner Dom in der Rolle des Armen Nachbarn zu sehen; hier eine Aufnahme von 2009.
© Foto: Jens Kalaene/dpa
Auch als Bühnenstück erfolgreich: Herbert Köfer und Ingeborg Krabbe in der Komödie "Rentner haben niemals Zeit" im Jahre 2012 im Volkshaus Strausberg-Nord
Auch als Bühnenstück erfolgreich: Herbert Köfer und Ingeborg Krabbe in der Komödie "Rentner haben niemals Zeit" im Jahre 2012 im Volkshaus Strausberg-Nord
© Foto: Uwe Spranger/MOZ
Herbert Köfer sitzt Mitte November 2015 in Leipzig am Set der Fernsehserie "In aller Freundschaft". Seit 2001 hatte er wiederholt Gastauftritte in der ARD-Arztserie. In der Episode "Vergiss mein nicht" im Februar 2016 spielte Köfer den Fritz Wusthoff, der nach der fortgeschrittenen Krebserkrankung seiner Frau Christel (Ingeborg Krabbe) mit ihr dem Leben ein Ende setzen möchte...
Herbert Köfer sitzt Mitte November 2015 in Leipzig am Set der Fernsehserie "In aller Freundschaft". Seit 2001 hatte er wiederholt Gastauftritte in der ARD-Arztserie. In der Episode "Vergiss mein nicht" im Februar 2016 spielte Köfer den Fritz Wusthoff, der nach der fortgeschrittenen Krebserkrankung seiner Frau Christel (Ingeborg Krabbe) mit ihr dem Leben ein Ende setzen möchte...
© Foto: Peter Endig/dpa
Olaf Kuchenbecker (r.) vom "Rekord Institut für Deutschland" aus Hamburg ehrte Herbert Köfer (l.) am 11. September 2017 als "ältesten aktiven Schauspieler der Welt".
Olaf Kuchenbecker (r.) vom „Rekord Institut für Deutschland“ aus Hamburg ehrte Herbert Köfer (l.) am 11. September 2017 als "ältesten aktiven Schauspieler der Welt".
© Foto: Wolf Lux
Schauspieler Herbert Köfer und seine Frau Heike sind am 10. Februar 2018 zu Gast beim 18. Brandenburgball im Kongresshotel Potsdam am Templiner See.
Schauspieler Herbert Köfer und seine Frau Heike sind am 10. Februar 2018 zu Gast beim 18. Brandenburgball im Kongresshotel Potsdam am Templiner See.
© Foto: Gerald Matzka/ZB/dpa
Journalistin und Moderatorin Claudia Seiring und Schauspieler Herbert Köfer im Juni 2018 beim 22. MOZ-Talk im Kleist Forum in Frankfurt (Oder)
Journalistin und Moderatorin Claudia Seiring und Schauspieler Herbert Köfer im Juni 2018 beim 22. MOZ-Talk im Kleist Forum in Frankfurt (Oder)
© Foto: Gerrit Freitag/MOZ
Seit Jahrzehnten befreundet: die Schauspieler Gojko Mitic (l.) und Herbert Köfer am 13. Dezember 2019 bei der 19. Preisverleihung der Defa-Stiftung in der Akademie der Künste in Berlin
Seit Jahrzehnten befreundet: die Schauspieler Gojko Mitic (l.) und Herbert Köfer am 13. Dezember 2019 bei der 19. Preisverleihung der Defa-Stiftung in der Akademie der Künste in Berlin
© Foto: Gerald Matzka/ZB/dpa
Im Theater am Rand in Zollbrücke: Herbert Köfer und Ursula Werner am 17. März 2019 bei Gedenkfeier für die am 1. Februar 2019 gestorbene Schauspielerin Ursula Karusseit
Im Theater am Rand in Zollbrücke: Herbert Köfer und Ursula Werner am 17. März 2019 bei Gedenkfeier für die am 1. Februar 2019 gestorbene Schauspielerin Ursula Karusseit
© Foto: Anett Zimmermann
Auch im hohen Alter noch aktiv: der 98-jährige Herbert Köfer am 12. Januar 2020 bei einer Lesung im Frankfurter Kabarett "Die Oderhähne". Er las dort aus den Lebenserinnerungen von Ursula Karusseit.
Auch im hohen Alter noch aktiv: der 98-jährige Herbert Köfer am 12. Januar 2020 bei einer Lesung im Frankfurter Kabarett "Die Oderhähne". Er las dort aus den Lebenserinnerungen von Ursula Karusseit.
© Foto: René Matschkowiak/MOZ
War vor Kurzem erst im Fernsehen zu sehen: Manon Straché als Fanny und Herbert Köfer als ihr Vater in dem ARD-Film "Krauses Zukunft" (2021)
War vor Kurzem erst im Fernsehen zu sehen: Manon Straché als Fanny und Herbert Köfer als ihr Vater in dem ARD-Film "Krauses Zukunft" (2021)
© Foto: rbb/ARD Degeto/Arnim Thomaß