Die Geschichte ist schnell erzählt: eine Bar mitten in Madrid. Vor der Tür wird plötzlich einem der Gäste der Kopf förmlich weggeschossen, er stirbt. Ein Mann eilt ihm zur Hilfe und wird ebenfalls umgebracht. Entsetzt suchen alle nach der Ursache für das mysteriöse Geschehen. Die beiden Opfer werden nicht die letzten bleiben, das Blut wird fließen!
Bereits nach 20 Minuten möchte man als Zuschauer zur Kopfschmerztablette greifen. Die Charaktere nerven, wirken wie Pappaufsteller, wirr aufeinander einredend - flache Witze am laufenden Band. Die Maske ist nachlässig, die Perücken verrutschen und die Toten ähneln Aliens. Den Handlungssträngen fehlt jegliche Logik.
Von den Darstellern bleibt einzig die schöne Blanca Suárez als Elena im Gedächtnis, doch die Chance auf ein richtiges Spiel wird allen Beteiligten verweigert. De la Iglesia hätte man Konsequenz gewünscht - entweder die Geschichte völlig ins Absurde zu ziehen oder den Akteuren eine wirkliche Tiefe zu verleihen. Ein Versuch wäre es wert gewesen.(gd)
Heute, 9.30 und 18.30 Uhr, Friedrichstadt-Palast; 22.30 Uhr, Kino International
"The Bar" läuft außer Konkurrenz