Um die Natur zu erkunden, stand zu Beginn des zweiwöchigen Pleinairs eine Radtour durch das Untere Odertal an, geführt von Michael Tautenhahn, stellvertretender Leiter des Nationalparks. Die Künstler bekamen einen Eindruck von dem weiten Gelände, die Räder stehen ihnen in den zwei Wochen für weitere Erkundungen zur Verfügung, sagt Christiane Wenzel. Das Motto „Wasser und Licht“ verbindet die unterschiedlichen Projekte der Teilnehmer. Sie reichen von Skizzen über Malerei und Druckgrafiken bis zu Videos und Installationen. Förderer des Projekts sind das Land Brandenburg, der Landkreis Uckermark, die Stadt Schwedt, der Nationalpark und private Sponsoren.
„Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Kunst ist meine Berufung“, sagt David Dibiah, einer der Teilnehmer. Geboren wurde er in Ibadan in Nigeria, er studierte Angewandte Künste in seinem Heimatland und arbeitete selbstständig als Grafiker. Seit 1995 lebt und wirkt David Dibiah in Berlin als Künstler und Projekt-Manager. Die Kombination von Licht und Wasser findet er faszinierend, eine Installation soll seine Eindrücke widerspiegeln. 14 Wassereimer, die für alle Teilnehmer stehen, werden in einer Runde aufgestellt mit einem Wasserspender in der Mitte, mit Helium gefüllte Ballons steigen in den Himmel. „Das hat viel mit Fantasie und Spielerei zu tun“, erklärt David Dibiah.
Die Besucher sollen mit der Idee in Berührung kommen. Sie können sich einen Becher Wasser aus dem Wasserspender nehmen oder Seifenblasen pusten. „Es geht um die Verfügbarkeit von Wasser. In Afrika gibt es einen Wassermangel – im Gegensatz zu Europa.“ Man müsse sorgfältig mit dem lebenswichtigen Element umgehen, aber Kinder sollen auch ihren Spaß damit haben, sagt der Künstler. Man werde nur zum Mensch durch andere Menschen, beschreibt David Dibiah einen philosophischen Gedanken, der ihm wichtig ist. Er sucht den Kontakt zu seinen Kollegen und zu Kunstinteressierten. „Alles was ich mache, ist ein Prozeß.“
Vernissage am Freitag, 17 Uhr, Galerie am Kietz, Gerberstr. 2, Schwedt; die Ausstellung ist dann bis 8. September zu sehen