Im Moment landen besonders viele davon in den Buchläden - Wimmelbücher sind ein Trend. Neuerdings gibt's auch welche, die nicht nur in ausgedachten Dörfern und Städten spielen, sondern auch bei dir um die Ecke. In Berlin zum Beispiel. Da sieht man dann den Fernsehturm, das Saurierskelett im Naturkundemuseum oder die goldene Siegessäule.
Auch Stuttgart, Dresden und München haben schon eines, weitere Städte sollen folgen. Der Silberburg-Verlag macht zum Beispiel gerade ein Wimmelbuch zu Heidelberg, einer Stadt in Süddeutschland. Dafür erkundet die Zeichnerin Kimberley Hoffman die Stadt. Sie recherchiert, fotografiert und zeichnet die schönsten Plätze und die wichtigsten Gebäude. Zum Beispiel kommt der Zoo ins Buch. Und die Ausflugsschiffe auf dem Fluss Neckar oder das Schloss.
Und sie bietet immer wieder "Sprechstunden" an. Da sitzt sie dann zum Beispiel auf dem Marktplatz und zeichnet Freiwillige; später tauchen die als Gesichter einer Figur dann irgendwo in einem der Wimmelbilder auf.
Interessant ist das nicht nur für die Bewohner; auch Touristen kaufen solche Bücher, in denen sie Sachen aus dem Ort wiederentdecken können, an dem sie "in echt" im Urlaub waren.
So richtig lohnen tut sich das für die Verlage allerdings nur bei größeren Städten - hier in der Gegend gibt es immerhin Bücher über Potsdam, Oranienburg und Berlin.
Ein Wimmelbuch zu zeichnen, braucht übrigens viel Geduld und Konzentration, sagen Illustratoren. Manche Zeichner führen richtige Listen, auf denen steht, was die Figuren machen, welche Kleidung sie tragen und was sie für Berufe haben. Damit es zwar Gewimmel, aber kein Chaos gibt. (as/dpa)
Lesetipps: Judith Drews: "Berlin Wimmelbuch", Wimmelbuchverlag, 9,95 Euro; Rotraut Susanne Berner: "Nacht-Wimmelbuch", Gerstenberg, 12,90 Euro; Doro Göbel, Peter Knorr: "Im Zirkus", Beltz & Gelberg, 12,95 Euro