Auch im November 2022 kommen einige neue Gesetze und Regel-Änderungen auf Deutschland zu. An einigen Stellen, wie zum Beispiel beim Tierarzt oder den Toiletten an den meisten Autobahnraststätten wird es deutlich teurer. Doch es gibt auch gute Nachrichten.
Hier ist der Überblick der Änderungen am 1.11.2022:

Tierarztkosten steigen: Neue Gebührenordnung ab November 2022

Der Bund hat im Juli 2022 eine Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) beschlossen. Die GOT wurde seit 1999 nicht geändert, weshalb eine Änderung notwendig wurde. Für Tierbesitzer bedeutet die Änderung, dass die Kosten für die Tierarztbesuch ab 22. November 2022 zum Teil deutlich erhöht werden. Die Kosten für Impfungen bei Hund und Katze verdoppeln sich zum Beispiel. Auch Kastration, Röntgenbilder und Narkose werden spürbar teurer. Ein Beispiel: Für eine allgemeine Untersuchung von Hunden oder Katzen werden dann 23,62 Euro fällig. Bislang mussten Halter 13,47 Euro für die Untersuchung ihres Hundes zahlen und 8,98 Euro für ihre Katze.

Krankengeld für Begleitpersonen

Angehörige, die Menschen mit Behinderung bei einem Krankenhausaufenthalt begleiten, können bei einem Verdienstausfall ab 1. November Krankengeld erhalten. Voraussetzung ist, dass die Behandlung medizinisch notwendig ist. Berechtigte Begleitpersonen sind etwa Eltern, Geschwister und Lebenspartner.

Bezahltoiletten an Autobahnen werden deutlich teurer

Der Toilettenbesuch wird an den meisten Autobahnraststätten teurer. Ab dem 18. November will der Toilettenbetreiber Sanifair das Nutzungsentgelt an den von ihm betriebenen rund 400 Toilettenanlagen entlang der Autobahnen von 70 Cent auf 1 Euro erhöhen.
Gleichzeitig überarbeitet das Unternehmen sein bekanntes Wert-Bon-Modell. Künftig erhalten die Kundinnen und Kunden von Sanifair nach der Zahlung des Toilettenentgelts einen Wertbon in voller Höhe des gezahlten Betrages von einem Euro. Bislang gab es beim Preis von 70 Cent nur einen Wert-Bon in Höhe von 50 Cent. Der Gutschein kann beim Einkauf an den Autobahnraststätten eingelöst werden - allerdings künftig nur ein Bon pro Artikel.

Tarife bei Grundversorgern ab 1. November für alle gleich

Grundversorger von Strom oder Gas dürfen ab November beim Preis keinen Unterschied zwischen Bestands- und Neukunden machen. Vor dem Hintergrund der Energiekrise mussten Neukunden teils deutlich mehr für Energie zahlen.

Arte, Phoenix und Co. – Fernsehprogramm in SD-Qualität wird ausgedünnt

Die Ausstrahlung von vier öffentlich-rechtlichen Sendern in SD-Qualität wird eingestellt. Ab dem 15. November können Arte, Phoenix sowie die ARD-Sender One und Tagesschau24 nur noch in HD-Qualität empfangen werden. Betroffen von der Abschaltung sind vor allem Zuschauer, die ihr Programm über Satellit empfangen.

Die deutschen Gasspeicher sollen voller werden

Die deutschen Gasspeicher müssen nach Vorgaben der Bundesregierung zum 1. November zu 95 Prozent gefüllt sein, um besser über den Winter zu kommen. Insgesamt ist diese Schwelle zwar erreicht. Allerdings gilt die Regel für jeden einzelnen Speicher - und nicht alle waren zuletzt (Stand: 22. Oktober) ausreichend gefüllt.

Ende des Banknoten-Tauschprogramms

Geflüchtete aus der Ukraine können noch bis zum 18. November gebührenfrei Hrywna-Geldscheine in Euro umtauschen. Ein entsprechendes Angebot des Finanzministeriums, der Bundesbank und der Nationalbank der Ukraine endet nach dem Datum. Bis dahin können Geflüchtete in teilnehmenden Banken bis zu 10 000 Hrywna (etwa 275 Euro) umtauschen.