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Fernseher stehen bei der IFA hoch im Kurs - und Küchengeräte

Schärfer statt größer

Massenware: Laut einer Studie wollen sich 13 Prozent der Deutschen 2017 einen neuen Fernseher anschaffen. Dabei ist die Bildqualität erstmals wichtiger als die Größe.
Massenware: Laut einer Studie wollen sich 13 Prozent der Deutschen 2017 einen neuen Fernseher anschaffen. Dabei ist die Bildqualität erstmals wichtiger als die Größe. © Foto: dpa
Maria Neuendorff / 25.08.2017, 06:46 Uhr
Berlin (MOZ) Trotz weltweiter Krisen sind die Deutschen derzeit in Kauflaune, was Fernseher und smarte Haushaltsgeräte betrifft. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) werden in einer Woche die neuesten Produkte präsentiert.

"Das Konsumklima befindet sich derzeit auf einem 16-Jahre-Hoch", sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der Gesellschaft für Konsumelektronik (gfu). Knapp 12,5 Milliarden Euro nahmen die Hersteller allein mit Unterhaltungselektronik im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland ein. Das bedeutet einen Umsatzzuwachs von 2,4 Prozent. Die niedrige Arbeitslosenquote und eine Einkommenserwartung auf Rekord-Niveau sorgten für einen Aufschwung, so Kamp.

So gaben in einer von der gfu in Auftrag gegebenen Studie 13 Prozent der Befragten an, sich noch in diesem Jahr ein neues TV-Gerät kaufen zu wollen. "Statt um groß, größer am größten geht es den meisten Verbrauchern aber erstmals um eine höhere Auflösung", berichtet Kamp. Dafür seien die Deutschen sogar bereit, mehr auszugeben als eigentlich nötig. Während TV-Geräte derzeit für durchschnittlich 576 Euro über die Ladentheke gehen, wären 43 Prozent der Befragten bereit, 800 bis 900 Euro zu investieren. Weitere elf Prozent würden sogar 1400 für ein neues Gerät bezahlen.

Der Ultra-HD-Fernseher, den Samsung auf der IFA als Innovation vorstellt, liegt aber mit über 2300 Euro noch weit darüber. Der Bilderrahmen mit TV-Technik verwandelt sich in den Fernsehpausen in ein Kunstwerk an der Wand.

Neben neuen ultraflachen TV-Geräten werden auf der diesjährigen IFA unter anderem Mini-Drohnen, Fitness-Armbänder und 360-Grad-Kameras für Aufsehen sorgen, glauben die Veranstalter. Seit der Erweiterung vor zehn Jahren auf Haushaltsgeräte habe sich aber auch die Anzahl der Aussteller mit der sogenannten weißen Ware verdreifacht, so IFA-Direktor Jens Heithecker. In elf von insgesamt 26 Hallen können sich Fachbesucher und Publikum vom 1. bis zum 6. September energieeffiziente Wärmepumpentrockner, Espressovollautomaten, Roboterstaubsauger sowie Geräte zur Luftreinigung vorführen lassen. Zu den Neuheiten auf der weltweit größten Elektronikmesse zählt unter anderem ein Kochfeld mit integriertem Dunstabzug nach unten.

Dass die Deutschen auch bei Küchengeräten derzeit nicht knauserig sind, erklärt sich gfu-Chef Kamp größtenteils mit dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein bei den Themen Kochen und Ernährung. Zum Thema Ökologie scheint es allerdings noch Innovationsbedarf zu geben. So beklagt das Umweltbundesamt, dass Hausgeräte schneller schlapp machen als früher. Versuche der Stiftung Warentest ergaben, dass Reparaturen statt Neukäufe nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schonen würden.

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