Im August 2021 steht der nächste Vollmond an. Früher in diesem Jahr durften wir uns bereits über diverse besondere Vollmonde freuen – pinker Mond, Blutmond, Supermonde. Auch in diesem Monat ist der volle Mond außergewöhnlich: Er wird der blaue Mond genannt. Aber warum?
„Once in a Blue Moon“ ist im Englischen die Bezeichnung für etwas sehr Seltenes. In Bezug auf den Vollmond gibt es für den Begriff blauer Mond allerdings zwei Bedeutungen.
Was ist der blaue Mond? Und wann ist der blaue Mond 2021 in Deutschland? Alle Infos rund um Bedeutung, Datum und Uhrzeit findet ihr hier.

Blauer Mond 2021 Deutschland: Datum und Uhrzeit

Der nächste blaue Mond ist am 22. August um 14:01 Uhr. In Deutschland werden wir leider nicht viel davon mitbekommen, da es bei uns Tag ist, wenn das Mond-Ereignis stattfindet.


Blauer Mond Bedeutung: Was ist ein Blue Moon?

Es gibt zwei verschiedene Definitionen des Blauen Mondes:
  • Im englischen Sprachraum ist „Blue Moon“ landläufig die Bezeichnung für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. In den meisten Monaten gibt es nur einen Vollmond. In der Umgangssprache meint man mit dem Spruch „Once in a blue moon“ entsprechend etwas sehr Seltenes.
  • Die zweite ist die astronomische Definition. Damit wird der dritte Vollmond innerhalb einer Jahreszeit mit vier Vollmonden bezeichnet. Denn die meisten Jahreszeiten haben nur drei Vollmonde.

Ist der blaue Mond wirklich blau?

Ein Blue Moon ist nicht wirklich blau. Es kann jedoch sehr selten vorkommen, dass der Mond tatsächlich einen bläulichen Farbton annimmt. Das passiert, wenn sich Staub- oder Aschepartikel einer bestimmten Größe in der Atmosphäre befinden. Dabei streuen diese Partikel den roten Anteil des Mondlichts, sodass der blaue Anteil mehr zur Geltung kommt, dadurch erscheint der Mond bläulich. Diesen Prozess nennt man Mie-Streuung.
Diese Mie-Streuung kann beispielsweise durch einen Staubsturm, einen Waldbrand oder einen Vulkanausbruch entstehen. Augenzeugen berichteten nach den Eruptionen der Vulkane Krakatau in Indonesien (1883), El Chichón in Mexiko (1983), Mt. St. Helens in den USA (1980) und Pinatubo auf den Philippinen (1991) über einen bläulichen Mond.

Bedeutung und Ursprung des blauen Mondes

Blue Moon im 19. Jahrhundert

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Blaue Mond in den USA mit astronomischen Ereignissen in Verbindung gebracht. Damals haben Mondphasen in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle gespielt. Die Vollmonde wurden dabei als erster, zweiter und letzter Vollmond der jeweiligen Jahreszeit nummeriert und benannt.
Da die Monate im gregorianischen Kalender jedoch nicht mit der Länge eines Mondmonats übereinstimmen, gibt es in gewissen Abständen Jahreszeiten mit vier Vollmonden. Um die traditionelle Reihenfolge der Vollmondnamen im Verhältnis mit den Kalendermonaten und Jahreszeiten nicht durcheinanderzubringen, wurde im „Maine Farmers’ Almanac“ aus dem Jahr 1819 dann erstmals der dritte Vollmond einer solchen Jahreszeit als „Blue Moon“ gekennzeichnet.

Blue Moon im 20. Jahrhundert

Die Definition des monatlichen Blue Moons ist aus einem Fehler des Hobby-Astronomen James Hugh Pruett (1886–1955) entstanden. Wegen einer Fehlinterpretation des „Maine Farmers’ Almanac“ publizierte er 1946 in der Zeitschrift „Sky & Telescope“ die heute eher gebräuchliche Definition, dass ein Blue Moon der zweite Vollmond in einem Kalendermonat ist. Mittlerweile hat sich diese Erklärung so unwiderruflich eingebürgert, dass sie generell als zweite, gleichwertige Definition gilt.

Wie selten ist ein blauer Mond?

Im Vergleich zu anderen astronomischen Ereignissen, wie zum Beispiel einem Planetentransit während einer Sonnenfinsternis, kommt der Blaue Mond relativ häufig vor. Im Durchschnitt könnt ihr das Phänomen alle zwei bis drei Jahre erleben. Das Ereignis passiert etwa 41 Mal im Jahrhundert bzw. 412 Mal im Jahrtausend – naturgemäß am häufigsten in den Monaten mit 31 Kalendertagen.

Fakten und Infos zum Mond

Wie groß ist der Mond? Wie weit ist er durchschnittlich von der Erde entfernt? Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gibt die Antworten.
  • Masse: 7,3483 x 1022 kg
  • Mittlerer Radius: 1737,5 km
  • durchschnittliche Dichte: 3341 kg/m3
  • Rotationsperiode: 27,32 Tage
  • Orbitalperiode: 27,32 Tage
  • durchschnittliche Entfernung von der Erde: 384.400 km