• Aktuell sind die Corona-Zahlen und die Inzidenzen in Deutschland auf ungefähr gleichem, relativ niedrigem Niveau
  • Mecklenburg-Vorpommern hat aktuell eine Inzidenz unter 10
  • Doch wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland heute, am Sonntag, den 06.06.2021?
  • Die neuesten Fallzahlen des RKI-Dashboards zu Inzidenz, Neuinfektionen und Impfungen gibt es täglich hier.

Corona-Zahlen in Deutschland heute: RKI-Fallzahlen zu Inzidenzwert und Infektionen am 06.06.2021

Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland heute: Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 2440 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor waren es 2294 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Sonntag, 30.05.2021, hatte das RKI 3852 Neuinfektionen gemeldet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 74 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren es 122 und am Sonntag vor einer Woche 56 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI heute Morgen bundesweit bei 24,7. Am gestrigen Samstag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 26,3 angegeben, am Sonntag vergangener Woche mit 35,2. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Regeln. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.
Die Zahlen zeigen einen Trend, den auch „Zeit Online“ in einem Bericht zum aktuellen Infektionsgeschehen bestätigt. „Zeit Online“ recherchiert die Daten direkt bei den Landkreisen. Nach eigenen Angaben sollen die Werte weniger von verzögerten Meldeketten betroffen als etwa die des Robert Koch-Instituts. Demnach hätten die Gesundheitsämter 2142 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das wären 2215 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle lag dem Bericht zufolge bei 93, was wiederum 28 weniger wären als vor einer Woche.

Corona-Inzidenzwert in Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz in Bayern, BW, Berlin, Brandenburg & Co. am 06.06.2021

Aktuell ist die Inzidenz fast in ganz in Deutschland auf recht niedrigem Niveau. Dabei ist zu beachten, dass die Fallzahlen an Feiertagen sowie sonntags und montags meist generell niedriger ausfallen, da nicht immer so häufig auf das Coronavirus getestet wird und nicht alle Ämter ihre Daten aktuell übermitteln.
Seit einigen Tagen liegen die Inzidenzwerte aller Bundesländer unter dem Grenzwert von 50. Dabei ist die Inzidenz in Baden-Württemberg (Stand: Sonntag, 5. Juni) mit die höchste in ganz Deutschland. Die Inzidenzwerte von Nordrhein-Westfalen und Bayern zählen zu den höheren im Bundesvergleich. Brandenburg ist beinahe Schlusslicht, nur der Inzidenzwert in Mecklenburg-Vorpommern ist aktuell niedriger. Doch wie stehen die einzelnen Bundesländer im Vergleich da? Wo ist der Inzidenzwert am höchsten und wo am niedrigsten? Hier der Überblick:
  • 30,0 - Thüringen
  • 29,6 - Saarland
  • 29,5 - Baden-Württemberg
  • 28,7 - Hessen
  • 28,1 - Nordrhein-Westfalen
  • 26,5 - Berlin
  • 25,5 - Rheinland-Pfalz
  • 25,3 - Bayern
  • 25,2 - Bremen
  • 24,6 - Sachsen
  • 19,1 - Hamburg
  • 18,7 - Sachsen-Anhalt
  • 17,6 - Niedersachsen
  • 13,2 - Brandenburg
  • 12,5 - Schleswig-Holstein

Corona in Deutschland: NRW, Bayern und BW bei Neuinfektionen weiter vorne

Dem Bericht von „Zeit Online“ nach hat es in Nordrhein-Westfalen mit 520 die meisten neuen Fälle gegeben, in Baden-Württemberg gab es demnach 374 und in Bayern 291 Neuinfektionen. Die meisten Todesfälle hatte Sachsen zu verzeichnen, wo der Tod von 46 Menschen erfasst wurde. In Nordrhein-Westfalen starben 15 weitere Menschen an Covid-19, in Bayern waren es acht.
Auf Stadt- und Landkreisebene hatte Berlin demnach die meisten Neuinfektionen, wo die Zahl bei 159 lag. Die tatsächliche Zahl könnte wegen Übermittlungsproblemen allerdings höher liegen. In Hamburg sollen sich 73 Menschen an einem Tag mit dem Coronavirus infiziert haben, in Nürnberg sollen es 42 gewesen sein. Die meisten Todesfälle hatte „Zeit Online“ zufolge auf kommunaler Ebene der Kreis Nordsachsen mit 39 zu verzeichnen.

Berlin hat auf kommunaler Ebene die meisten Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen.
Berlin hat auf kommunaler Ebene die meisten Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen.
© Foto: Wolfgang Kumm/DPA

Aktuelle Corona-Zahlen: R-Wert in Deutschland heute

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.700.367. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 89.222. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.538.000.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,84 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Aktuelle Corona-Zahlen laut RKI-Dashboard: Fallzahlen zu Inzidenz nach Kreis und Bundesland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das RKI-Dashboard liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Sonntag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 172.865.872 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 3.718.720 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 33.343.297 Infizierte und 597.001 Tote
  • Indien: 28.694.879 Infizierte und 344.082 Tote
  • Brasilien: 16.841.408 Infizierte und 470.842 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf dem 10. Rang mit laut JHU bisher 3.700.367 Infizierten und 89.222 Toten.

Was sind Inzidenz, Neuinfektionen, R-Wert und Co.? Bedeutung der wichtigsten Corona-Kennzahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

7-Tage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden. Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen war in Deutschland zwischenzeitlich ein Inzidenzwert von 50 eingeführt worden, doch gab es auf regionaler Ebene im Verlauf der vergangenen Monate auch Corona-Regeln, die sich an Inzidenzwerten von 100 oder 35 orientierten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.