• Wie hoch sind die Inzidenz und die Corona-Zahlen in Deutschland heute?
  • Zuletzt waren die vom RKI gemeldeten Fallzahlen konstant in die Höhe gegangen
  • Heute Morgen, am Donnerstag, 09.09.2021, lagen die neuen Werte des RKI zunächst nicht vor, das Dashboard wurde aktualisiert

Corona-Zahlen des RKI heute: Hospitalisierung, Inzidenz, Corona-Neuinfektionen, Todesfälle am 09.09.2021

Die Corona-Zahlen sind am frühen Donnerstagmorgen auf dem Dashboard des RKI zunächst nicht einsehbar gewesen. Die Daten wurden aktualisiert. Hier jetzt die Corona-Zahlen in Deutschland von heute, Donnerstag, dem 09.09.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 83,5 (Vortag: 82,7 ; Vorwoche: 75,7)
  • Hospitalisierungsrate: 1,79 (Vortag: 1,69)
  • Neuinfektionen heute: 15.431
  • Infektionen gesamt: 4.046.112
  • Neue Todesfälle: 50
  • Todesfälle gesamt: 92.458
  • Impfquote (Erstimpfung): 65,9 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 61,5 Prozent
„Zeit Online“ zufolge haben die Gesundheitsämter in Deutschland binnen 24 Stunden 14.423 Neuinfektionen gemeldet – das wären 165 mehr als eine Woche zuvor. Weitere 47 Menschen sind dem Bericht nach in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Am selben Tag vor einer Woche waren 38 Todesfälle gemeldet worden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt der Meldung von „Zeit Online“ zu den Corona-Zahlen zufolge bei 89,7.
Die Zahlen von „Zeit Online“ basieren eigenen Angaben nach auf den direkten Werten der Landkreise. Sie sollen weniger von verzögerten Meldeketten betroffen sein als die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und können daher von diesen abweichen.

Aktuelle Werte der Bundesländer – Inzidenzen in Deutschland

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 117,6 – Bremen
  • 113,6 – Hessen
  • 109,4 – Nordrhein-Westfalen
  • 103,0 – Rheinland-Pfalz
  • 91,0 – Baden-Württemberg
  • 89,2 – Saarland
  • 81,0 – Berlin
  • 78,9 – Hamburg
  • 77,5 – Bayern
  • 71,6 – Niedersachsen
  • 49,1 – Schleswig-Holstein
  • 38,3 – Thüringen
  • 37,5 – Brandenburg
  • 36,4 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 32,2 – Sachsen
  • 25,3 – Sachsen-Anhalt
    (Stand 08.09.2021)

Neuinfektionen und Corona-Inzidenz gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 13.565 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Vor einer Woche, am Donnerstag, 02.09.2021, sind 13.715 Neuinfektionen gemeldet worden.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden derzeit vor allem ungeimpfte Menschen auf den Intensivstationen behandelt.
Insgesamt werden (Stand Mittwoch, 08.09.2021, 12:15) derzeit 1388 Erwachsene und Kinder wegen COVID-19 intensivmedizinisch behandelt, das sind 40 Menschen mehr als am Vortag.

Hospitalisierungsrate Covid-19 aktuell in Deutschland – Krankenhäuser und Intensivstationen

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag, 09.09.2021, mit 1,79 an (Vortag 1,69). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Corona-Zahlen weltweit: Tote und Infizierte laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 221 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,5 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 40.456.683 Infizierte und 652.654 Tote
  • Indien: 33.096.718 Infizierte und 441.411 Tote
  • Brasilien: 20.928.008 Infizierte und 584.421 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.030.681 Infizierte und 92.448 Tote.

Hospitalisierungsrate wird neuer wichtigster Corona-Richtwert

Die Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie orientieren sich künftig vor allem an der Zahl der Menschen, die wegen ihrer Infektion ins Krankenhaus kommen. Der Bundestag beschloss am Dienstag eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, mit der die Hospitalisierungsrate zur wichtigsten Größe für die Maßnahmen der Länder zur Eindämmung der Pandemie wird. Beschlossen wurde zudem die Auskunftspflicht von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Heimen zu ihrem Impfstatus.
Die Neuregelungen wurden mit breiter Mehrheit im Bundestag angenommen. Konkret ist im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen, dass die Zahl der Corona-bedingten Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen "wesentlicher Maßstab für die weitergehenden Schutzmaßnahmen" wird. Weitere Indikatoren "wie die unter infektionsepidemiologischen Aspekten differenzierte Anzahl der Neuinfektionen", die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten und die Anzahl der geimpften Menschen sollen bei der Bewertung des Infektionsgeschehens berücksichtigt werden. Bundesweit einheitliche Werte soll es dafür nicht geben. Die Landesregierungen sollen selbst Schwellenwerte für die Hospitalisierungsrate festlegen.

Montgomery für Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte

Im Kampf gegen die vierte Pandemie-Welle hat sich der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, für eine Verschärfung von Corona-Beschränkungen ausgesprochen. Es werde kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. „Um die vierte Welle zu brechen, bevor sie dramatisch wird, sollte man jetzt bundesweit überall dort, wo es möglich ist, eine 2G-Regel einführen“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Dort, wo es nicht praktikabel wäre, Ungeimpfte auszuschließen, wie etwa im Öffentlichen Nahverkehr, müsse dann zumindest eine strengere 3G-Regel gelten.
„Ungeimpfte müssten dann einen aktuellen PCR-Tests vorweisen. Ein einfacher Schnelltest dürfte nicht mehr ausreichen“, sagte Montgomery. Eine solche erweiterte 2G-Regel könne der nötige Anreiz sein, sich impfen zu lassen.

Impfquote im Osten niedriger als im Westen Deutschlands

Jetzt schnell impfen - oder es wird ein schlimmer Corona-Herbst: Mit diesem Appell meldete sich erst der Virologe Christian Drosten, dann stimmte der Ostbeauftragte Marco Wanderwitz mit ein. Die Corona-Impfquoten reichen bundesweit nicht für ein Ende der Pandemie - besonders niedrig aber sind sie in Ostdeutschland. „Wir haben einen West-Ost-Unterschied“, klagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch. Das bundesweite Schlusslicht Sachsen liegt fast 20 Prozentpunkte hinter Spitzenreiter Bremen. Warum ist das so? Und was lässt sich tun? Antworten sind nicht ganz einfach und doch politisch brisant.

Wie sind die Impfquoten im Osten?

In Sachsen waren Zahlen des Robert Koch-Instituts bis einschließlich Montag 52,6 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - in Bremen 71,5 Prozent. Auch Brandenburg lag mit 55,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 61,4 Prozent, ebenso Thüringen mit 56,5 und Sachsen-Anhalt mit 58,4 Prozent. Nur Mecklenburg-Vorpommern schaffte 60,0 Prozent und damit fast den Durchschnitt.

Woran liegt das?

Der Ostbeauftragte Wanderwitz, selbst gebürtiger Sachse, spekulierte schon Mitte August in den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Es gibt zwischen der Zustimmung für die AfD und Impfablehnung einen klaren Zusammenhang. Er lässt sich nicht wegdiskutieren.“ Als der CDU-Politiker jetzt wieder vor „dramatischen Verhältnissen“ durch steigende Inzidenzen im Osten warnte und „strengere Maßnahmen für Ungeimpfte“ andeutete, hielt der thüringische AfD-Fraktionschef Björn Höcke dagegen: „Der Mann hat vom Osten keine Ahnung: Ja, hier leben freiheitsliebende Menschen, die von Bevormundung ein für alle Mal die Nase gestrichen voll haben und die selbstbestimmte Entscheidungen über ihr Leben sowie ihre Gesundheit treffen - und das ist sehr gut so!“
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.