• Das RKI veröffentlicht jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland
  • Die Fallzahlen stiegen laut Robert-Koch-Institut in diesem Sommer früher wieder an als im Vergleich zum Vorjahr
  • Beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern wollen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten den Kurs in der Pandemie für Herbst und Winter festlegen
  • In diesem Artikel stehen Informationen zur Zahl der Neuinfektionen, den aktuellen Inzidenzwerten sowie zur Impfquote heute, am Dienstag, 10.08.2021

Corona-Zahlen Deutschland aktuell: Inzidenz, Neuinfektionen und Impfquote am 10.08.2021

Welchen Wert haben Coron-Zahlen in Deutschland – insbesondere die Werte der der Neuinfektionen die Inzidenz künftig, wenn es um die Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland geht? Das ist eine der Fragen, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten heute beim Corona-Gipfel diskutieren. Die Inzidenz war lange Zeit ein wesentlicher Maßstab und Grundlage für politische Entscheidungen, etwa eine Verschärfung oder Rücknahme von Corona-Regeln. Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an. Die Entwicklung der Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Experten und die Regierung, ob Beschränkungen verschärft oder gelockert werden, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse.
Wie auch immer die Entscheidung heute ausfällt: Hier sind die Corona-Zahlen für Deutschland heute – Dienstag, 10.08.2021 – im Überblick:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 23,5 (Vortag: 23,1; Vorwoche: 17,9)
  • Neuinfektionen heute: 2480
  • Infektionen gesamt: 3.794.429
  • Neue Todesfälle: 19
  • Todesfälle gesamt: 91.803
  • Impfquote (Erstimpfung): 62,4 Prozent
  • Impfquote gesamt: 54,8 Prozent


Aktuelle Inzidenz der einzelnen Bundesländer – die Coronazahlen für Deutschland

Die Inzidenzen steigen in ganz Deutschland stetig an. Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist der Inzidenzwert aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 59,4 – Hamburg
  • 44,1 – Schleswig-Holstein
  • 40,7 – Berlin
  • 34,9 – Nordrhein-Westfalen
  • 32,3 – Saarland
  • 24,4 – Bremen
  • 22,1 – Hessen
  • 20,6 – Rheinland-Pfalz
  • 18,3 – Niedersachsen
  • 17,8 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 17,3 – Baden-Württemberg
  • 16,1 – Bayern
  • 13,0 – Brandenburg
  • 8,2 – Sachsen-Anhalt
  • 7,8 – Sachsen
  • 6,0 – Thüringen

Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 1183 Neuinfektionen  binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Dienstag, 03.08.2021, waren 1766 Neuinfektionen gemeldet worden.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9. Nun steigen die Zahlen und die Inzidenz seitdem wieder, aufgrund der neuen Delta-Variante. Sie sind aber aktuell – im Vergleich zu anderen Ländern Europas – weiterhin auf niedrigem Niveau.

Corona-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zu Infizierten und Toten

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6:00 Uhr) weltweit mehr als 203 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,3 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 35.763.785 Infizierte und 616.829 Tote
  • Indien: 31.969.954 Infizierte und 428.309 Tote
  • Brasilien: 20.165.672 Infizierte und 563.151 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf Rang 13 – mit laut JHU aktuell 3.794.429 Infizierten und
91.803 Toten.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt deutlich früher als im vergangenen Jahr

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt in diesem Jahr deutlich früher wieder an als im Vorjahr – ebenso die Inzidenz. Das geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Betroffen seien vor allem jüngere Menschen, zunehmend aber auch die mittlere Altersgruppe.
Das RKI schätzt in dem Bericht die Gefährdung für die Gesundheit der noch nicht oder nur einmal gegen das Coronavirus geimpften Bevölkerung insgesamt weiter als „sehr hoch“ ein. Mittlerweile sei es wieder so, dass die Gesundheitsämter nicht mehr alle Infektionsketten nachverfolgen könnten. Zwar sei die Zahl der Infizierten, die stationär in Krankenhäusern behandelt werden müssten, bislang noch gering. Inzwischen gebe es aber auch hier eine Stagnation, wobei der Anteil der jüngeren Patientinnen und Patienten zunehme.
Das RKI wies darauf hin, dass es auch im Sommer 2020 nach einem zeitweisen Rückgang wieder einen Anstieg der Infektionszahlen gegeben habe. Allerdings sei dies im vergangenen Jahr erst etwa fünf Wochen später aufgetreten als jetzt, heißt es in dem Bericht.

Corona-Gipfel angesichts gestiegener Zahlen vorgezogen: Darüber wird diskutiert

Im Kampf gegen die Pandemie kommt nach längerer Pause nun also wieder die Runde der Ministerpräsidenten zusammen, die in puncto Corona-Beschränkungen zuletzt eher viel Streit und Frust verursachte. Gut sechs Wochen vor der Bundestagswahl geht es auch darum, welche Weichen jetzt mit Aussicht auf breite Akzeptanz gestellt werden können. Oder ob es doch noch einen heftigen Corona-Wahlkampf gibt.
Im Blick stehen mehrere Ansatzpunkte, wie sie auch aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf zum Corona-Gipfel mit Stand von Montagabend hervorgehen - wichtige Aspekte waren demnach aber noch offen. Über das Papier berichteten etwa auch die „Bild“-Zeitung und das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag):
  • IMPFEN: Nach monatelangem Ärger um zu knappen Impfstoff und zu wenige Impftermine ist inzwischen beides reichlich da - wie vom Bund für den Sommer zugesagt. Nun gilt es, auch zum Schutz vor der ansteckenderen Delta-Virusvariante möglichst schnell möglichst viele noch zögernde Bürger für Impfungen zu gewinnen. „Jede Impfung zählt!“, appellierte schon Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Vollständig geimpft sind bundesweit rund 45,6 Millionen Menschen - knapp 55 Prozent aller Einwohner. Manche Bundesländer haben aber besonderen Nachholbedarf.
  • TESTEN: Schon vorab auf breite Zustimmung trafen Vorschläge, das Angebot kostenloser Schnelltests für alle im Herbst auslaufen zu lassen - durchaus auch als Extra-Anstoß für mehr Impfungen, die ja gratis sind. Das Bundesgesundheitsministerium hatte den Schritt für Mitte Oktober vorgeschlagen - der genaue Termin war vorerst noch offen. Gratis dürften Schnelltests dann nur noch für Menschen sein, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt wie für Schwangere oder Unter-18-Jährige.
  • SCHUTZMAßNAHMEN: Keine großen Diskussionen zeichneten sich dazu ab, den Basis-Schutz mit Abstand, Hygiene und Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bestehen zu lassen: in Bussen und Bahnen oder Geschäften. Neu geregelt werden könnten einheitliche Vorgaben, die „3G-Regel“ für den Zugang zu bestimmten Einrichtungen zu verankern: also, dass nur hinein oder teilnehmen kann, wer geimpft, genesen oder frisch negativ getestet ist. Im Gespräch war dies unter anderem für Kliniken und Pflegeheime, Sport und Veranstaltungen drinnen, Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Beherbergungen. Strittig war zuletzt, ob für manches auch „2G“ gelten solle: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, was private Anbieter ohnehin machen können.
  • DER CORONA-RAHMEN: Es zeichnete sich ab, dass auch eine wichtige rechtliche Basis wohl bestehen bleiben soll. Einstimmig sprachen sich die Gesundheitsminister der Länder noch am Montag dafür aus, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September festgestellte „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ erneut verlängert. Das Parlament hatte dies zuletzt am 11. Juni bestätigt - ohne erneutes Votum würde die Sonderlage nach drei Monaten auslaufen. Sie gibt dem Bund das Recht, direkt Verordnungen etwa zu Tests und Impfungen zu erlassen. Auch Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen, die die Länder festlegen können, beziehen sich laut Infektionsschutzgesetz auf die Feststellung dieser „epidemischen Lage“.
  • FORDERUNGEN: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte der dpa: „Wichtig ist, dass neben der Debatte um Schnelltests und Impfbereitschaft die Kitas und Schulen im Fokus stehen.“ Es brauche ein „verbindliches Versprechen der Politik“, dass ein Offenhalten Priorität habe. Zentral sei, dafür zu sorgen, dass sich Erwachsene impfen lassen, insbesondere auch im Umfeld von Kindern. „So kann eine Art "Schutzkokon" gebildet werden.“ Alle Schulen und Kitas müssten Räume mit Luftfiltern oder mindestens CO2-Ampeln ausstatten können.
    Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.