Derzeit toppt die eine 7-Tage-Inzidenz die andere. Fast jeden Tag wird aktuell ein neuer Höchststand bei den Coronazahlen in Deutschland vermeldet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich die bundesweite Inzidenz auf 289,0 und erreichte damit einen neuen Höchststand. Gestern sind über 45.000 Neuinfektionen gemeldet worden – ebenfalls ein Rekordhoch. Die Diskussionen um die Booster-Impfung und strengere Corona-Regeln sind in vollem Gange. Wie sieht es heute, am 14.11.2021, aus?
In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch ist die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sind die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich?

Aktuelle Corona-Zahlen am 14.11.2021 zu Inzidenz, Impfungen und Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland von heute, am Sonntag, den 14.11.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 289,0 (Vortag: 277,4); (Vorwoche: 191,5)
  • Neuinfektionen heute: 33.498
  • Infektionen gesamt: 5.021.469
  • Neue Todesfälle: 55
  • Todesfälle gesamt: 97.672
  • Impfquote (Erstimpfung): 69,8 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 67,3 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,7 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.

Corona-Zahlen der Bundesländer – Alle Inzidenzwerte der einzelnen Regionen in Deutschland?

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten? (Stand: 14.11.2021)
  • 670,9 – Sachsen
  • 527,4 – Thüringen
  • 496,4 – Bayern
  • 370,3 – Baden-Württemberg
  • 359,3 – Brandenburg
  • 305,7 – Berlin
  • 301,4 – Sachsen-Anhalt
  • 181,6 – Hessen
  • 184,0 – Saarland
  • 162,5 – Rheinland-Pfalz
  • 170,0 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 162,6 – Nordrhein-Westfalen
  • 160,2 – Hamburg
  • 129,8 – Niedersachsen
  • 101,2 – Bremen
  • 97,9 – Schleswig-Holstein

Vierte Welle in Deutschland: Mehr Tote in diesem Winter

Deutschland stehen nach Überzeugung von Politikern und Ärztevertretern äußerst harte Wochen in der Corona-Pandemie bevor. „Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik“, warnte Grünen-Chef Robert Habeck. „Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen“, befand Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Ich habe mir noch nie in der Pandemie so große Sorgen gemacht wie jetzt“, sagte die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna.
In der aktuellen vierten Pandemiewelle sind die Infektionszahlen auf ein Rekordniveau hochgeschnellt. „Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten“, wird Kretschmer in der „Bild am Sonntag“ zitiert. Er stellte die Menschen zugleich darauf ein, dass die angespannte Situation noch Monate andauern wird. „Aus dem vergangenen Jahr wissen wir: Wir müssen bis Ostern durchhalten. Vorher wird diese Welle nicht zu Ende sein.“
Noch habe Deutschland die Chance, einen Lockdown in der Weihnachtszeit zu verhindern, betonte Kretschmer. „Aber die Zeit läuft uns davon.“ Der Ministerpräsident forderte eine 2G-Regel in ganz Deutschland, Kontaktreduzierungen und die Absage möglichst vieler größerer Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte.

RKI zur Corona-Lage in Deutschland: „Sehr besorgniserregend“

Die Corona-Lage sei nach wie vor "sehr besorgniserregend", erklärte das RKI in seinem Wochenbericht zur Pandemie. Das Institut riet "dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren".
In Köln hatten am Donnerstag tausende Jecken die Karnevalszeit in Köln eröffnet. Beim offiziellen Sessionsauftakt auf dem Heumarkt sowie in Kneipen, der Gastronomie und Teilen der Innenstadt galt eine 2G-Regelung. Auch in Düsseldorf und Mainz wurde mit coronabedingten Einschränkungen die fünfte Jahreszeit eröffnet. Angesichts feiernder Menschenmassen trotz stetig steigender Corona-Inzidenzen wurde auch Kritik laut. So äußerte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Zweifel an der Vernunft der Feiern.
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) warnte angesichts der steigenden Corona-Zahlen vor einer Überlastung der Intensivstationen durch Covid-Patienten. "Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, können wir sehr bald nur noch Notfall- und Covid-Patienten behandeln. Das müssen wir dringend verhindern", sagte Divi-Präsident Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Derzeit werden laut dem Divi-Register bundesweit 2828 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut.

Zahlen zu Inzidenzen und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hat das RKI 45.081 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Sonntag, 07.11.2021, waren es 23.543 Neuinfektionen.
Seit einigen Tagen schon überschreitet die Inzidenz in Deutschland die 200er-Marke und bildet einen neuen Höchstwert. Die bis zur vierten Welle höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Jahr 2021 hatte es in Deutschland im Frühjahr, am 26. April, gegeben – mit einem Wert von 169,3. Danach war sie erstmal – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Corona-Zahlen weltweit: Tote und Infizierte laut Johns-Hopkins-Universität meldet

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Sonntag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 252 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Mit oder an Covid-19 gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 5 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 47.050.502 Infizierte und 762.972 Tote
  • Indien:  34.426.036 Infizierte und 463.245 Tote
  • Brasilien: 21.953.838 Infizierte und 611.222 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 5.037.039 Infizierte und 97.677 Tote.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.