Kommt eine weitere große Corona-Welle nach Deutschland, so wie es im vergangenen Herbst der Fall war? Oder wird diese – wie auch die vierte Welle – durch den Impffortschritt abgemildert. Fest steht: Die Corona-Zahlen in Deutschland bewegen sich seit Wochen mehr oder weniger auf gleichbleibendem Niveau, die Inzidenz pendelt um den Wert 60 herum. Die vierte Welle der Corona-Pandemie scheint in der Bundesrepublik, anders als in manchen Nachbarländern, deutlich moderater auszufallen. In vielen Bundesländern werden Corona-Regeln daher angepasst oder – wie in Sachsen – schon mit Blick Richtung Weihnachten diskutiert.
In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch liegt die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sehen die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich aus?

Corona-Zahlen in Deutschland heute, am 14.10.21: Inzidenz, Neuinfektionen, Hospitalisierung laut RKI

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht: Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland vom Donnerstag, 14.10.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 67,0 (Vortag: 65,4; Vorwoche: 62,6)
  • Neuinfektionen heute: 12.382
  • Infektionen gesamt: 4.342.640
  • Neue Todesfälle: 72
  • Todesfälle gesamt: 94.461
  • Impfquote (Erstimpfung): 68,63 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 65,40 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Mittwoch mit 1,90 an. Am Freitag hatte der Wert bei 1,70 gelegen. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.



Corona-Zahlen der Bundesländer – Inzidenzwerte aus allen Regionen Deutschlands

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 108,7 – Thüringen
  • 85,6 – Bremen
  • 96,7 – Bayern
  • 92,5 – Sachsen
  • 85,7 – Baden-Württemberg
  • 79,1 – Berlin
  • 55,6 – Hessen
  • 55,1 – Rheinland-Pfalz
  • 61,2 – Saarland
  • 56,6 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 57,0 – Sachsen-Anhalt
  • 51,0 – Brandenburg
  • 51,2 – Hamburg
  • 49,6 – Nordrhein-Westfalen
  • 43,9 – Niedersachsen
  • 27,1 – Schleswig-Holstein

Inzidenzen und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Montag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 239 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,8 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 44.681.561 Infizierte und 719.515 Tote
  • Indien: 34.001.743 Infizierte und 451.189 Tote
  • Brasilien: 21.597.949 Infizierte und 601.574 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.343.591 Infizierte und 94.407 Tote.

Intensivsationen: Etwa zehn Prozent der Corona-Patienten sind Impfdurchbrüche

Ungefähr jeder zehnte der im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelten Patienten war vollständig geimpft. Das geht aus einer Ende September übermittelten Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet.
Die Angaben entsprechen in etwa auch früheren Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der hatte Anfang September im Werben für die Corona-Schutzimpfung gesagt, 90 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft. Später hatte er von 90 bis 95 Prozent gesprochen.
In der Antwort des Ministeriums wird auf die Wochenberichte des Robert Koch-Instituts (RKI) verwiesen, in denen die Zahl der Impfdurchbrüche veröffentlicht wird. Als Impfdurchbruch wird nach Angaben der Regierung eine Corona-Infektion mit „klinischer Symptomatik“ bei einer vollständig geimpften Person bezeichnet.
Insgesamt wurden demnach von Februar bis Mitte September 11.419 Corona-Patienten intensivmedizinisch versorgt. Bei 210 davon wurde von einem Impfdurchbruch ausgegangen (1,84 Prozent). Im Zeitraum von Mitte August bis Mitte September waren 1186 Corona-Patienten auf Intensivstationen, bei 119 davon wurde ein Impfdurchbruch angenommen, was 10,03 Prozent der Fälle entspricht.