Weihnachten 2022 ist vorbei. Deutschland befindet sich aktuell zwischen den Jahren und freut sich auf Silvester. Es ist der dritte Jahreswechsel, den die Welt im Angesicht der Pandemie feiert. Und trotzdem ist in diesem Jahr vieles anders. In Deutschland gibt es kaum noch Corona-Beschränkungen. Einige der letzten Regeln fallen gerade. In den ersten Bundesländern wird auch die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abgeschafft. Doch gibt es auch schon die ersten Warnungen, dass eine neue Winterwelle anrollt.
Wie sieht die Corona-Lage in Deutschland aktuell aus? Steigen die Corona-Zahlen am Dienstag, 27.12.2022? Wir geben in unserem täglichen Update einen Überblick über alle wichtigen Zahlen in Deutschland.

Aktuelle Corona-Zahlen Deutschland heute: Inzidenz, Hospitalisierungsrate & Co. am 27.12.2022

Wie viele Neuinfektionen gibt es heute bundesweit? Wie hoch ist die Inzidenz im Vergleich zu gestern und der Vorwoche? Und wie hoch ist die aktuelle Hospitalisierungsrate?
Die neuesten RKI-Fallzahlen für Deutschland vom 27.12.2022 in der Übersicht:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 187,8 (Vortag: 187,8 ); (Vorwoche: 246,7)
  • Neuinfektionen heute: 12
  • Infektionen gesamt: 37.211.978
  • Neue Todesfälle: keine
  • Todesfälle gesamt: 160.768
  • Impfquote (Erstimpfung): 77,9  Prozent
  • Impfquote (vollständig): 76,3 Prozent
  • Impfquote Booster-Impfungen: 62,3 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen wurde in Deutschland am 19.12.2022 mit 9,46 angegeben. Am Wochenende und an Feiertagen wird dieser Wert nicht aktualisiert. Der bisherige Höchstwert der Hospitalisierungsrate hatte um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15 gelegen.
Die Lage kann nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel epidemiologisch nicht in gleicher Weise wie im restlichen Jahr bewertet werden. Schulen und Kitas sind bundesweit geschlossen, Kontaktmuster und Mobilitätsverhalten sind anders. Da in dieser Zeit weniger Personen eine Arztpraxis aufsuchen, werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dadurch werden auch weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. In dieser Zeit werden auch nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI Daten übermitteln.

Corona-Zahlen aktuell: Inzidenzwerte von Bayern, BW, Brandenburg und ganz Deutschland

Bei den Corona-Zahlen zeigen sich in den Bundesländern regional deutliche Unterschiede. Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten? (Stand: 27.12.2022)
  • 186,4 – Saarland
  • 180,1 – Hessen
  • 155,0 – Rheinland-Pfalz
  • 349,3 – Niedersachsen
  • 212,9 – Brandenburg
  • 109,2 – Baden-Württemberg
  • 283,3 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 96,4 – Bayern
  • 147,5 – Sachsen-Anhalt
  • 255,4 – Nordrhein-Westfalen
  • 258,7 – Bremen
  • 109,0– Sachsen
  • 231,0 – Schleswig-Holstein
  • 86,2 – Thüringen
  • 199,5 – Berlin
  • 156,7 – Hamburg

Corona-Zahlen gestern und vor einer Woche – Inzidenzen und Neuinfektionen in Deutschland

Gestern wurden vom RKI 15 Neuinfektionen binnen 24 Stunden vermeldet. Vor einer Woche, am Dienstag, 20.12.2022, wurden vom RKI 55.015 Neuinfektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz war im Verlauf der Corona-Pandemie Grundlage für Corona-Regeln und Einschränkungen. Aktuell werden daneben auch weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen (Hospitalisierungsinzidenz) stärker berücksichtigt und als Kennwerte für etwaige Maßnahmen herangezogen.

Wie aussagekräftig sind die aktuellen Corona-Zahlen?

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.